Aufbau Strategiespiele

Strategiespiele strukturieren

So ist es kein Wunder, dass strategiebildende Spiele ein gewisses Maß an Überlegung und Planung erfordern, um der Spielwelt zum Erfolg zu verhelfen. Und was ist ein Strategie-Spiel? Letzter Ritter Nik Und was ist ein strategisches Planspiel? Strategiespiele sind in der Regel Militärspiele, bei denen es in 95% aller Fällen mehr um Taktiken als um Strategien geht. Gewöhnlich kann der Mitspieler in jeder Aufgabe eine Grundlage auf der Landkarte aufbauen, Rohstoffe einsammeln und diese dann in Militäreinheiten umwandeln.

Die bekanntesten sind die Dune-Serie, die Command&Conquer-Spiele, Krieg Craft und SternCraft oder auch KKND. Echtzeit-Strategiespiele konzentrieren sich weniger auf eine reale, langfristig angelegte Spielstrategie, aber der größte Teil des Spieles konzentriert sich auf die von der Spielkarte vorgegebenen Taktiken. Das kann man zwar mal durch die einzelnen Units variieren (Flugeinheiten können Hürden nehmen, mal gibt es Units, die sich bis zur feindlichen Basis durchschlagen können ), aber im Prinzip geht es immer darum, Rohstoffe zu beschaffen, lange genug auszuhalten, bis man genügend Units hat und dann über den Feind zu laufen.

Roundbased Strategie-Spiele konzentrieren sich auf eine Spielrunde statt auf Echtzeitsimulation. Dort kann der User etwas in einer einzigen Spielrunde machen, dann ist der Rechner an der Reihe - ein bisschen wie bei ?Schiffe versenken?. Bei Strategiespielen wird das Prinzip des Spiels kaum angewendet, sondern meist bei taktischen Spielen und ist auch etwas aus der Mode geraten.

Eine rundenbasierte Strategie wäre z.B. Kolonisation oder die Zivilisationsserie mit dem Namen Bondaparte. Bei einem taktischen Spiel hat der Gegner nur eine bestimmte Anzahl von Geräten zur Hand - eine fehlgeschlagene Strategie führt zum Versagen der gesamten Missionen.

Deshalb wird etwas mehr Gehirnfett benötigt und je besser das Spielgeschehen, umso mehr mögliche Lösungen für unterschiedliche Spielsituationen, die teilweise auch während der Wiedergabe ablaufen. Die taktischen Echtzeit-Spiele sind herausfordernder als die zugbasierte Version, da der Benutzer in Realzeit agieren muss und nicht nur eine knappe Minute braucht, um seinen Spielzug durchzudenken.

Es ist auch im Allgemeinen in seiner Steuerung eingeschränkter als der Rechner, der leicht zwanzig unterschiedliche Kommandos an zwanzig Geräte auf einmal geben kann. Bauplanung ist ein Planspiel, das sich mehr wie eine wirtschaftliche Simulation anhört und bei dem der Schwerpunkt mehr auf dem Grund-, Stadt- oder Ortsbau als auf dem Militärteil liegt.

Strategie-Builder vervollkommnen stundenlang den Ressourcenzyklus ihrer Siedlungen, bevor sie sich auf irgendwelche Eroberungselemente konzentrieren - die Fakten, dass es einen solchen Militärteil gibt, unterscheiden die Build-Strategiespiele von Build-Simulationen wie SimCity. Strategiespiele reichen von anspruchslosen bis hin zu hochkomplexen, Titeln wie die Settlers, die Anno-Serie oder die so wunderbaren Knights & Merchants verlangen, dass der User mitdenkt und vorausplant.

Wenn die Anno-Spiele oft ohne jeglichen Kampf gespielt werden können (wenn der Kontrahent daran teilnimmt), will die Siedler-Serie einen ausgereiften Konjunkturzyklus erleben und treibt das Militär an den Abgrund. Neben den oben erwähnten Fällen werden Strategieentwicklungsspiele nun auch nur noch wenig ausgesät, da die bekannte Serie den Gesamtmarkt dominiert.

Darunter verstehe ich Partien, die viel mehr als nur eine einzelne Mission oder ein einzelnes Szenarium behandeln. Solche Spielarten werden gelegentlich als 4X-Games beschrieben (explore, expansion, exploate, exterminate). Hier ist die grösste Strategietiefe zu erwarten: Man muss sich oft um fast alles von der Mikroverwaltung eines bestimmten Planten bis zum Gesamtplan einer ganzen (Stern-)Nation kuemmern.

Es ist sehr schwierig, solche Partien zu lernen, da der Benutzer viel Wissen benötigt, um alle Features zu erforschen und zu benutzen, aber wenn sie gut gemacht sind, können sie Jahrzehnte der Freude bereiten. Globale Strategiespiele sind im Grunde genommen die kompliziertesten Strategiespiele überhaupt und wahrscheinlich sind sie deshalb mehr eine Nischenexistenz - das ist nichts für Gelegenheitsspiele und für Spielkonsolen sind sie ohnehin vollkommen untauglich.

Einige sind auch ziemlich schlecht gemacht - wie Sins of a Solar Empire. Obwohl nicht wirklich Teil dieser Serie, werden ökonomische Simulationen auch als Strategiespiele und teilweise als Grenzfall betrachtet. Ein klassisches Planspiel wie Der Industriegigant ist sicher kein Strategie-Spiel (obwohl ökonomische Konzepte wie Preisgestaltung, Reklame oder Investitionen hier eine wichtige Rolle spielten ), aber vielleicht sind solche wie Port Royale oder The Guild besser geeignet.

Kein Strategie-Spiel im eigentlichen Sinn ist auch die Konstruktionssimulation: Hier ist der Akteur vielmehr ein Vorgesetzter oder ein cleverer Vorgesetzter. Bausimulationen haben überhaupt keinen Militärteil mehr, sondern beziehen sich ausschließlich auf den Bau und das Management einer Ortschaft oder eines Stadtteils. Der Klassiker ist wohl SimCity, eines der traditionsreichsten und berühmtesten Bauspiele überhaupt, das in vielen Variationen große Anforderungen an den Nachwuchs stellte.

Am liebsten ist mir SimCity2000, das ist immer noch so viel Wild, das heißt: Die Spielewelt ist immer noch so einfach, dass sie unterhaltend ist. Konstruktionssimulationen finden gelegentlich unter dem Namen ?Aufbaustrategie? statt, sind es aber nicht. Weitere spannende Spiele sind die Tropico-Serie, die Cities-Spiele oder das Reich der Mitte.

Auch interessant

Mehr zum Thema