Bema Zahnarzt

Zahnarzt Bema

bei Ohnmacht oder Kollaps (z.B. vagovasale Synkope) pro Sitzung für zahnärztliche Leistungen (BEMA) und Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ). Viele Patienten finden im Behandlungs- und Kostenplan neben der Zahnarztgebühr BEMA auch die Position "Zahnarztgebühr GOZ". Wenn also ein Zahnarzt einen Patienten mehrmals im Quartal berät.

Die BEMA ("Einheitlicher Bewertungsstandard für zahnärztliche Leistungen").

Gebührenpläne

Als Grundlage für die Verrechnung von Zahnbehandlungen in der Praxis mit der Krankenkasse (GKV) gilt der BEMA-Standard. Das Herzstück der BEMA ist in fünf Bereiche gegliedert: Konservative und operative Dienstleistungen und Röntgendienstleistungen, Bearbeitung von Gesichtsschädelverletzungen (Kieferbruch), Kiefergelenkerkrankungen (Bissplatten), orthodontische Eingriffe, gezielte Parodontologie sowie die Bearbeitung von Zahnprothesen und Dentalkronen.

Die BEMA führt Therapien auf, deren Aufwendungen ganz oder zum Teil von den Versicherern im Umfang ihrer gesetzlich vorgeschriebenen Leistungsverpflichtung für ihre Versicherungsnehmer übernommen werden. Andere Zahler verwenden BEMA auch für die Verrechnung von Vertragszahnbehandlungen. Mehr als 100 Mio. Zahnbehandlungsfälle werden über die BEMA verrechnet. Bei weitem der überwiegende Teil sind konservativ-chirurgische Eingriffe.

BEMA zeigt für jede Abrechnungsstelle eine gewisse Anzahl von Punkten an, z.B. 32 für eine Einzelflächenfüllung im Frontzahnbereich. Multipliziert mit dem so genannten Punktewert ergeben sich der Behandlungspreis und damit auch die Zahngebühr in EUR und Cents. Auf Landesebene wird der Punktewert alljährlich zwischen den Kassen (KZVen) und den Kassen nachverhandelt - mit Ausnahmen von Teil 5 der BEMA, also der Bereitstellung von Zahnprothesen und Dentalkronen.

BEMA konzentriert sich nicht auf den einzelnen Arbeitsaufwand, den der Zahnarzt für die individuelle Versorgung eines einzelnen Zahnarztes leisten muss. Es handelt sich eher um einen Mittelwert von leichteren und schwereren Erkrankungen, von material- und geräteaufwändigen diagnostischen und therapeutischen Verfahren sowie von Therapien, die kostengünstigere Werkstoffe und weniger Technologieeinsatz benötigen.

Die Gesetzgeberin hat festgeschrieben, dass die Gemeinschaft der Solidarität nicht alle Behandlungsmöglichkeiten in einer zahnärztlichen Praxis mitfinanziert. Durch die BEMA und damit die regelmäßige GKV-Betreuung bekommen die gesetzlichen Versicherten alle ärztlich erforderlichen Leistungen, die in der Bundesrepublik einen - auch im weltweiten Maßstab - außerordentlich hohen Standard haben. Jeder, der auch eine komplexere Restauration möchte - zum Beispiel aus ästhetischen oder komfortablen Gesichtspunkten - sollte vor der Therapie mit seinem Zahnarzt reden.

Nachdem sich Patienten und Zahnarzt auf das erwünschte Behandlungsziel geeinigt haben, wird die erwünschte Pflege auf Grund einer Privatrechnung erbracht - sofern die ausgewählte Therapie nicht durch die Leistungsverpflichtung der Krankenkassen erstattet wird. In diesen Faellen ist die Honorarordnung fuer den Zahnarzt (GOZ) die Ausgangsbasis.

Die Wechselwirkung beider Honorarordnungen - BEMA und GZ - hat sich bewiesen und soll auch in Zukunft im Sinne der Zahnärzte im Sinne einer hochqualitativen, bundesweiten und lokalen Pflege beibehalten werden. Die Dienstleistungen der BEMA und der außervertraglichen Dienstleistungen (GOZ) sollten abrechnungsfähig sein, um den Patientinnen und Patienten zu jedem Zeitpunkt das komplette zahnärztliche Leistungsangebot zu unterbreiten.

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