Burg Ehrenberg Reutte

Schloss Ehrenberg Reutte

Unbedingt notwendig, wenn man hier ist, sind auch die Schlösser. Vor dem Gästehaus führt ein breiter Waldweg nach rechts in die Schlosswelt Ehrenberg. Die Winterwanderung von der Einsiedelei zur Burgruine Eherenberg. Die Schlosswelt Ehrenberg in Tirol erwartet Sie mit einem wahren Kulturschatz. Schloss Ehrenberg bei Reutte in Tirol.

mw-headline" id="Geschichte">Geschichte[Edit | | | Quellcode bearbeiten]>

Höhenlage:1100 Meter über dem Meeresspiegel A. Schloss Ehrenberg ist die Burgruine einer Hochburg 1100 Meter über Reutte im Auserfern. Das Schloss wird von der Barockfestung Schloßkopf dominiert, unterhalb der Festungsanlage befindet sich die Talsperre für die Herren von Eggenberg. Die Einsiedelei mit den umliegenden Schlössern und Festen ist heute wohl eine der bedeutendsten und traditionsreichsten Schlösser im Nordtiroler Voralpenraum.

Jh. befand sich das Areal um Reutte weitgehend unter Hohenstaufen. Zum Ende des letzten Jahrtausends wurden die Hoheitsrechte über die Verwitwete von Konrad II. an Graf Meinhard II. von Görz-Tirol als Ehegut übertragen. Das neue Schloss über Reutte wurde vermutlich um 1290 erbaut. Dieses Jahr hatte der Südtiroler sein Schloss bei Falkenstein an den Augsburger Fürstbischof abgegeben, was ein Anlass für den Bau gewesen sein könnte.

Im Jahre 1314 verschuldete der Meinhardsohn, Herzog Heinrich von Kärnten, den Hof "im Wald" und die Burg an Graf Konrad von Kirchberg. Im Spätmittelalter wurden Schloss und Hof mehrfach belastet, zum Beispiel 1352 an Herzog Konrad IV. von Teck, dem der Tiroler Landgraf insgesamt rund 1.000 DM hatte.

Durch die Einsiedelei unter dem Burgberg wurden reichlich Einnahmen erzielt, weshalb Ehrenberg als Verpfändung sehr gefragt war. Ehrenberg kam nach mehreren weiteren Versprechen, wie etwa an Reinprecht V. von Graben, endlich zum Augsburger Händler Georg Gossembrot. Mit Gossembrot wurde Reutte auf den Weg zum Handel gebracht, jedoch war der Augustburger bei der einheimischen Bevoelkerung extrem mager.

Im Jahre 1546 versuchte die Truppe des Schmalkalderbundes in Tirol einzumarschieren. Die Burg Ehrenberg und die Einsiedelei waren besetzt, aber nur von den 200 aufgerufenen Personen kamen lediglich 29 zum Vorschein insgesamt wurden die Befestigungen nur von etwa 60 Mann bewacht. Die Schmalkalder konnten daher am 11. Juni 1546 die Einsiedelei einnehmen, und die Burg wurde am folgenden Tag überreicht.

Sieben Kanonen wurden auf Falkenberg aufgestellt und die Burg wurde angriffsbereit abgefeuert. Der Schaden an der Burg wurde 1551 behoben. 1552 marschierte der sächsische Staatsmann über Füssen in Tirol ein, konnte es aber nicht ertragen. Sie überbrückten die Burg und die Einsiedelei über den Bergen.

Doch als die kurfürstlichen Streitkräfte sich endlich aus den Bergen zurückzuziehen hatten, wurde die Einsiedelei zerstört und erbeutet. Das Schloss erhielt nach dem Ende der Kämpfe wenig Aufmerksamkeit von der Landesregierung Innsbruck. Im Jahre 1601 verlegt die Krankenschwester seinen Platz nach Reutte. Kurze Zeit später wurde jedoch der strategische Stellenwert der Grenzburg Ehrenberg als Passbarriere erkannt.

Mit dem Einmarsch der evangelischen Armee im Jahre 1632 (Dreißigjähriger Krieg) wurden schnell weitere Erweiterungen durchgeführt und die Burg Ehrenberg mit Vorarbeiten untermauert. Mehr als 6000 Mann unter dem Oberkommando des Herzogs Bernhard von Weimar haben die Einsiedelei angegriffen, konnten aber von den Tirolerinnen und Tiroler bekämpft werden. Der Erbauer der kleinen Burg war Elias Dumpp.

Der bayerische Kurfürst eroberte im Jahre 1703 Ehrenberg im Nachfolgekrieg. Auf den Burgkopf - oberhalb des Schlosses - hatten die Landwirte in der Gegend einige Kanonen geschossen und von dort aus auf das Schloss geschossen. Daraufhin plante die Österreichische Landesregierung eine große Burg (1726-1741) auf dem Kopf der Burg, deren strategischer Bedarf durch frühere Kämpfe ersichtlich wurde.

Doch die neue Burg musste nie wieder ihre Eignung unter Beweis stellen. Im Jahre 1782 wurden die Tyroler Burgen bis auf Kufstein aufgegeben. Die Burgruine wurde von dem renommierten Unternehmer Heinrich Schoener erstanden. In Absprache mit den Besitzern wurden seit der Hälfte des zwanzigsten Jahrhundert vom Verband "Rettet Ehrenberg" konservatorische Maßnahmen ergriffen und der Zerfall des großen Festungs-Ensembles aufgehalten.

Das Schloss ist mit der Einsiedelei und der Burg über der Burg durch lange Oberschenkelmauern miteinander verknüpft. Der Schloßanger zwischen Schloss und Schlossberg ist durch eine Hornfabrik aus dem achtzehnten Jahrhundert gesichert. Die Burg wurde während einer Feudalherrschaft um 1296 besetzt und später erweitert. Für das Schloss wurden 1317 4200 Dachsteine berechnet.

Wahrscheinlich wurde die Einsiedelei am Fuße des Burgfelsen zur gleichen Zeit wie die Burg als Strassensperre errichtet. Im Jahre 1317 wurde die Einsiedelei am Katzenberg zum ersten Mal erwähnt. Zu Beginn des XVII. Jh. wurde die nördliche Seite der Einsiedelei durch zwei vorstehende italienische Bollwerke verstärkt. Im Jahre 1782, nach der Aufgabe der Burg, wurden die Bauten zum Teil abgeschlachtet.

Besonders im Ehrenberg Klausen (Anno 1552.) am Eingang des Tirolischen Gebürgs liegt. Wagner, Innsbruck 1955, S. 145-156 Oswald Trapp: Österreich. Bozen/Wien 1986, ISBN 88-7014-391-0, Waltraud Palme-Comploy: Ehrenberg. Ort: Reutte - 500 Jahre Handel 1489-1989 Marktstadt Reutte, Reutte 1989, S. 97-114 Joachim Zeune: Burgführer Ostallgäu und Ausserfern, Tirol.

Ostallgäuer Tourismusverband, Marktoberdorf 1998 Richard Lipp: Ehrenberg. Historie und Erzählungen (= Publikationen des Museums Vereins des bezirks Reutte. Band 2). Reutte Bezirksmuseumsverband, Reutte 2006, ISBN 3-9502282-0-9.

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