Computerspiele Mädchen

PC-Spiele Mädchen

Gratis Computerspiele sind bereits bei Jungen und Mädchen beliebt, die spielerisch den Umgang mit dem PC erlernen. Als Vorbild für Mädchen diente Pippi Langstrumpf. Informationsbroschüre für Multiplikatoren zum Thema Computerspiele. Geschlechtergerechte Computerspiele sind geschickt unterhaltsam. Ich bin ein Mädchen.

Computer-Spiele - oft nichts für Mädchen

Alleine in den USA wurden 1999 Video- und Computerspiele für 6,1 Mrd. US-Dollar abgesetzt. Obwohl Jungs und Mädchen jetzt ungefähr die gleiche Zeit vor dem Rechner sitzen, machen sie normalerweise keine Spiele. Laut Children Now ist dies vor allem auf die Spiele selbst zurückzuführen, die in der Regel nur für Jungs und Herren gemacht sind.

In den Top 10 der für Sony PlayStation, Sega Dreamcast und Nintendo 64 angebotenen Games sind jeweils die eine oder andere Negativmeldung für Mädchen dabei. Dazu zählen unter anderem Kinder jetzt Gewalttätigkeit, die Abbildung unrealistischer Formen des Körpers und stereotypes Verhalten von Frau wie provozierende Geschlechtlichkeit, starke Stimme und Angriffe von Schwäche. Bei 54% der in der Studie berücksichtigten Partien treten Damen und Herren in 92% der Partien auf.

Die weiblichen Figuren sind in der Mitte der Partien gewaltsam oder bekämpfen sie. In der einen oder anderen Spielhälfte sind Gewaltbilder enthalten. Ein früherer Beitrag von Children Now ergab, dass die Mädchen von den Klischees der Frauen in den Massenmedien (Fernsehen, Film, Reklame oder Zeitschriften) geprägt waren. Komische Helden von Computerspielen wie Lara Croft oder Joanna Darc sind jedenfalls noch nicht in Lebensgefahr.

Allerdings glaubt Children Now, dass die Gefahr hier weniger von Repräsentation als von Gewalttätigkeiten ausgeht. Die Mädchen würden, wie eine Anzahl von Studien gezeigt haben, gewaltfreie Partien vorziehen. Bei der Entwicklung von Spielen selbst sind es vor allem gewaltfreie Partien mit positivem Echo.

Außerdem werden keine " schlechten " Charaktere entworfen, und das Hauptziel der Partien ist nicht der Abgrund. Andererseits bevorzugen die Jungs Gewalttätigkeiten und Spielchen, die schnelles Reagieren erfordern. In der Regel kommen nur solche für die Jungs auf den Handel, also vorwiegend Sport- oder Ego-Shooterspiele. Die anderen Gewaltspiele haben in der Regel eine simple Story, die mit der Tötung des Gegenspielers endet.

Oftmals werden Games und Devices, die für Jungs konzipiert wurden, nur in ihrem Aussehen für Mädchen verändert - im Extremfall gibt es nur die rosa Färbung wie beim Game Boy for Girls. Die Forschungen zeigen, dass Mädchen gerne motivierende, herausfordernde und unterhaltsame Partien haben, aber keine'Mädchenversionen' von Partien, die für Jungs gemacht wurden.

"Man könnte also behaupten, es könnte den Mädchen nicht schaden, wenn sie weniger Zeit mit Spielchen verbringt, die ihre mentale Stärke, allenfalls die Sensomotorik von Fingern und Augen, oft nicht ausreichend verstärken. Die jungen Mädchen nutzen den Rechner hauptsächlich, um mit Freunden zu sprechen oder sich zu informieren, anstatt Zeit mit Schießen und Laufen zu vergeuden.

Doch, warnt Children Now, die Mädchen würden gern mitspielen, wenn sie nur andere Games hätten, außerdem hätten Studien ergeben, dass die Erfahrungen mit Computer und Games in den ersten Jahren auch die spätere Nutzung geprägt haben. Die Mädchen wirken etwas raffinierter. Im Falle von CD-ROM-Versionen haben die Verkäufe ergeben, dass Mädchen dazu neigen, Problemlösungen und Kooperationsspiele wie Myst oder Tetris zu favorisieren.

In einer weiteren Umfrage erklärten Mädchen, dass sie an Geheimnis, Abenteuer, Problemlösung und kooperativen Ansätzen Interesse hätten. Die Fähigkeit, strategische Entscheide zu fällen und zu handeln, erscheint ihnen auch viel bedeutender als die Präferenzen der Jungs, die mehr an repetitiven Spielabläufen oder Wettkämpfen Interesse haben.

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