Formenlehre

Morphologie

Unterschiedliche Formen in der Musik. a) Dreiteilige Songform. Wenn man in der Musik von der Theorie der Formen spricht, geht es darum, die Gestaltungsprinzipien eines Musikstücks zu erkennen. In der Theorie der Formen beschäftigen wir uns fast ausschließlich mit geschlossenen, komponierten Formen, die für die westliche Musik dazwischen verwendet werden. Formtheorie in FB Architektur mit Paul Jonas Petry und Willem-Jan Beeren: Zahlreiche übersetzte Beispielsätze mit "Formenlehre" - Englisch-Deutsches Wörterbuch und Suchmaschine für Millionen von englischen Übersetzungen.

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Das Fachgebiet Musikformentheorie ist ein Subgebiet der Musiklehre und befasst sich mit der Historie und Besonderheit der meist okzidentalen Musikformen. In der Epoche erleben Musikformen oft eine Vielzahl von Änderungen und Ergänzungen, so dass eine Vielzahl von Musikformen (z.B. die Motette) nur durch die Musikwissenschaften über mehrere Perioden hinweg sinnfällig werden kann.

Die Formtheorie beschäftigt sich neben den Musikgattungen mit den Grundlagen der Musik. Es werden die Bildung von Syntax-Modellen (z.B. Zeitraum, fortgesetzter Spinntyp) und generell die Möglichkeiten der Gruppenbildung von Sense-Einheiten (Wiederholung, Variation und Kontrast, Entstehung, Sequenz oder Unverbundenheit) erforscht. Diese erfolgt in geschichtlich differenzierten Repräsentationen, die ihrerseits die Gegebenheiten der unterschiedlichen Genres und Erscheinungsformen widerspiegeln.

Der wissenschaftlichen Theorie der Formen im Westen liegen Dokumente zugrunde, die entweder beschreibende oder sogar musikalische Notationen sind. Als die Polyphonie in der zweiten Jahreshälfte des XII. Jh. in der Notre-Dame-Schule von Léonin und Pérotin an der Notre-Dame de Paris kultiviert wurde, entstanden das Orgel haus und der Dirigenten.

Neben diesen künstlerischen Musikformen gibt es bereits "populäre" Lieder von Trobadoren, Trouvèren und Spielleuten, die in der Regel auf simplen Gesangsformen basieren. Pastorale und kirchliche Arbeiten sind hier als Gestalten zu sehen; der Diskant verbindet den Kantus und den Tenor als dritte (obere) Stimme. In der Folgezeit entstand eine Vielzahl neuer Erscheinungsformen, von denen die bedeutendste neben der traditionellen heiligen Messe die kirchliche Musikmotette war.

Das gilt besonders für die oft homophone Art des Madrigal- und Musikdramas (eine viel später aufgenommene Opernvorform). In dieser Zeit setzt auch die gezielte Erforschung expressiver Phrasen in der Figurentheorie als geheime Lehre ein, die nur oral von Lehrerin zu Schülerin weitergegeben wird. Besonders deutlich wird dies in der "Zitierung" oder "Anspielung" von ursprünglich nicht klassischer Literatur, sondern von mittelalterlicher Kirchmusik und Barockmusik.

Das gilt natürlich besonders für die Welt der Formen, wie die Experimente des verstorbenen Ludwig van Beethoven mit der Querflöte oder die besonders witzigen Sätze des oft verkannten Joseph Haydn. In dieser Hinsicht sind einige Werke aus der Klassik bereits formell hybride. Auf der einen Seite wird die Oper zu einer vollständig komponierten Gestalt, auf der anderen Seite trennt sich die Opéra von ihr.

Das in der klassischen Literatur noch als Instrumentalübung vorgesehene "Handstück" entkoppelt sich von seiner eigentlichen Aufgabe und entwickelt sich als eigenständige Musikrichtung (siehe Konzertstudien von Chopin, Liszt oder Paganini). Darüber hinaus nimmt das durch Ausstellungen und Recherchereisen geprägte außereuropäische Musikinteresse ab der Mittel- und Spätromantik zu.

Musikalischer Eindruck von Claude Debussy ist ohne diese Beeinflussung nicht denkbar. Jh. und die Modernität (als "klassische Moderne" für Arbeiten vor 1945) führten zu zahlreichen neuen Ausdrucksformen und Stilen in der Kunst. In der Formaltheorie des zwanzigsten Jh. liegt der Fokus oft auf der Gliederung; für die vollständige formale Einordnung der Arbeiten reichen im Einzelfall lediglich Klassikformen aus, da die unterschiedlichen Gliederungssysteme oft schon selbst eine formgebende Wirkung haben.

So sind die Erscheinungsformen des zwanzigsten Jahrhundert, vergleichbar mit der Klassik, oft auch hybride. Bemerkenswerterweise gehen die modernen Kompositionen mit der zunehmenden industriellen Entwicklung der Plattenfirmen oft neue Wege beim Zuhören. Der Zugriff auf diese Ideenwelt ist für Musikhochschulen in der Regel nicht möglich, aber es ist erstaunlich, dass gerade die vergleichsweise jungen Arbeiten zeitgenössischer Kompositionen aus der Zeit um die 80er Jahre in grossem Umfang von vielen Underground-Musikern aufgenommen und vorgetragen werden, was von Wachsamkeit und Öffnung kündet.

Zu Beginn des beginnenden XXI. Jahrhundert spielte auch die Rechnermusik eine wichtige Rolle. 2. Lichtmusik- und Jazzgeschichte prägen ihre eigenen historischen Fäden, die, obwohl sie ihre eigenen Wege gegangen sind, eine Vielzahl von Berührungspunkten mit der modernen Kunst haben. Genre und Gestalt sind zwei sich oft überlappende Ausdrücke, die auch oft gleichbedeutend verwendet werden.

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