Hamster Milben

Hammermilben

Es gibt Räude, Grab- und Haarmilben. Auch andere Kleintiere wie Zwergkaninchen, Hamster, Ratten und Mäuse können mit Sarcoptes infiziert werden. Die Milben breiten sich über Nase, Wangen, Schwanz, äußere Genitalien und Extremitäten aus. Sie siedeln sich nicht nur im Käfig, sondern auch im Fell des Tieres an. Ist der Hamster von Milben oder Läusen befallen, leidet er vor allem unter einem starken Juckreiz, der zum dauerhaften Kratzen des Tieres führt.

Ist Ihr Hamster mit Milben behaftet? Identifizieren und bekämpfen Sie Schädlinge.

Hamstermilben sind nicht ungewöhnlich. Gelegentlich kann man die Schädlinge auf den ersten Blick erblicken. Wie Sie den Schädlingsbefall feststellen und die Schädlinge beseitigen können, lesen Sie hier. Die Hamstermilben umfassen verschiedene Haar- und Fellmilben, aber auch Grab- und Raummilben. Diese sind die gebräuchlichsten Hamstermilben. Andere Anzeichen der Schädlinge sind Rötung und kleine Blasen auf der Haute.

Die Hamstermilben infizieren oft den ganzen Nagerkörper. Der Parasit juckt stark, was bei weiterem Verkratzen zu blutenden, offenen Verletzungen führen kann. Der Parasitenbefall erzeugt außerdem starke Belastungen, auf die Hamster anders als andere Menschen ansprechen. Deshalb können sowohl Ruhelosigkeit als auch Untätigkeit ein Indiz für einen Hamstermilbenbefall sein.

Bei einem Hamster, der unter Haaren oder Fellmilben litt, sind die Beschwerden ähnlich, aber diese Hamstermilben sind anders. Oft erkennt man die Schädlinge als kleine Schwarzflecken im Mantelbereich. Diese Hamstermilben greifen vorzugsweise Flanke, Bauchnabel und Nacken an. Falls Hamstermilben Ihren haarigen Zimmergenossen gefangen haben, sollten Sie ihn unbedingt zum TA bringen.

Im Zoofachhandel sind rezeptfreie Arzneimittel oft gegen Hamstermilben verfügbar, aber sie funktionieren oft nicht mehr. Außerdem können Sie Ihren Hamster schwer beschädigen, wenn die Dosis falsch ist.

Parasitäre Haarfollikelbefall

Bei genauerer Betrachtung können Haarfollikelmilben oder -milben (in der Ordnung zu den Spinnentieren / Gattungen Demo, Myobie oder Myocotes) als kleine Schwarzflecken im Haarkleid oder auf der Haut des Hamsters (am Haarfollikel oder Haaransatz) mit dem bloßem Auge erblickt werden. Sie besiedeln vor allem den Bereich des Kopfes und der Flanke und führen in den meisten FÃ?llen zu keinen signifikanten Symptomen im Wirtsorganismus.

Der Haarfollikel frisst sich von oberflächlichen Fett- und Geweberückständen, die an der Außenhaut oder am Fell haften, im Gegensatz zur Gräber- oder Hausmilbe (siehe unten). Wenn sich die Haarfollikelmilben zu einem erhöhten Schädlingsbefall (Demodikose) vervielfältigen, können diese erste Beschwerden für unsere Hamster verursachen. Hierzu zählen unter anderem folgende Symptome: Tritt dieses oder eines dieser Krankheitssymptome auf, kann nur ein Veterinär eine zuverlässige Diagnostik von Haarfollikelmilben durchführen - dies trifft in der Regel auf jede Form von parasitärem Infekt zu.

Zur Diagnose nimmt der Veterinär entweder einen kleinen Büschel Haare oder ein Blatt Klebeband. Grabmilben (in der Ordnung gehört sie zur Gruppe der Arachniden / Gattung: Sarkoptes - oder Notoedres-Milben) machen unseren kleinen Hamster-Freunden mehr zu schaffen als die Pelzmilben. Das männliche Geschlecht der Gräber- oder Hausmilbe lebt in ziemlich oberflächlichen Schichten.

Die Larven sind nach weiteren 3 Tagen geschlechtsreif und werden als voll entwickelte, unabhängige Milben betrachtet. Der Verzehr der Gräber oder Hausmilben geschieht über den Gewebesaft des Wirts ("Träger der Parasiten": Hamster). Diese wirtspezifischen Milben können nur in Ausnahmefällen auf den Menschen übertragen werden (Zoonose) und führen zu einer Sarcoptes-Räude oder im Volksmund auch "Krätze" genannte Erkrankung.

Typische Anzeichen eines Parasitenbefalls mit schweren oder Hausmilben: Warten Sie also nicht zu lange, wenn Ihr Hamster ein oder mehrere Anzeichen von parasitärem Befall hat. Die Diagnose von Milben ist schwieriger als die von Haarfollikelmilben, da einige von ihnen sich in der Tiefe der Schale befinden.

Es wird ein so genanntes Tiefenschaben (Entfernen der kranken Hautpartien mit einem spitzen Messer oder Skalpell) entfernt, das dann im Labor zubereitet wird ( "Kaliumhydroxidlösung": Kalilaugen töten die Milben in der Schale und machen sie so für die nachfolgende Mikroskopie durch den Arzt besser sichtbar). Manche erfahrenen Veterinäre machen von dieser vergleichsweise aufwendigen Untersuchungsart Abstand und diagnostizieren einen gewissen Milbenbefall anhand des Krankheitsbildes und Ihrer Darstellung des Hamster-Verhaltens.

Was macht der Veterinär mit den Milben? Eine Milbenbekämpfung findet statt, nachdem festgestellt wurde, dass es sich wirklich um einen Befall mit Milben handelte. Manche genau dosierten oder verdünnten Tröpfchen des "spot-on" Präparats werden vom Arzt getropft und in den Hamsterhals gerieben. So lange das Mittel noch unmittelbar auf der Schale liegt, d.h. das Haarkleid feucht ist: Den Hamster nicht berühren (ca. 30 Min.) oder sich die Hand nach dem Berühren mit dem "Gift" auswaschen!

Der Wuchs erwachsener Milben (einschließlich Brut und Nymphen) wird behindert oder lahmgelegt und stirbt schließlich nach 2-3 Tagen. Das Milbenei bleibt von der Anwendung unangetastet, da es den aktiven Bestandteil nicht über das Milbenfutter aufnimmt. Damit auch die frisch ausgebrüteten Milben getötet werden, ist nach ca. 10 Tagen eine zweite Therapie notwendig.

Wenn es keine zweite Behandlung gibt, auch wenn die Beschwerden bereits nachgelassen haben, können sich die Milben wieder verbreiten und die erste Behandlung war nutzlos! Fragen Sie Ihren Arzt, ob und wann Sie zurückkommen sollten. Kommerzielle Zubereitungen aus der Tierhandlung (Sprays, Drops etc.) gegen Milben oder andere Parasitenkrankheiten werden nicht empfohlen.

Dies erwies sich in der Praxis als unwirksam und der Besuch beim TA scheiterte nicht! Sie dringen rasch in die Atmungswege des Hamsters ein und können rasch zu einer Überdosis (Symptome: starker Speichelfluss, tiefes Unterbewusstsein, Pupillenerweiterung, Zittern) des Wirkstoffs für den kleinen Hamster-Organismus führen.

Alternativ zum "Spot-on"-Präparat ist die Einspritzung (Injektion) eines Milbenpräparats durch den Veterinär möglich. Dies ist zwar exakt dosierbar, bringt aber eine zusätzliche Belastung für den Hamster durch die Therapie. Wie gehe ich nach der Hamsterbehandlung vor? Nach der zweiten Anwendung oder nachdem alle Milben getötet wurden, ist es zwingend notwendig, alle Teile des Käfigs sorgfältig zu reinigen (siehe Tipps für die krankheitsbezogene Intensiv-Reinigung des Hamster-Käfigs auf dieser Seite).

Wenn Sie den Korb nicht ausreichend reinigen, kann es wieder zu einer Milbenplage kommen und alles beginnt von selbst! ACHTUNG: Wenn Sie mehrere Hamster haben und nur einer mit Milben infiziert ist (z.B. ein "Newcomer"), ist es empfehlenswert, das infizierte Wild in einer Quarantänestation zu unterbringen.

Die Milben können auf andere gesundes Lebewesen (und in Ausnahmefällen auch auf Sie selbst --> s. Zoonose) durch direkte Kontaktaufnahme oder ungenügende Maßnahmen Ihrerseits übertragbar sein (Hygiene: Nach jedem Tierkontakt die Hand gut reinigen und auswechseln oder vermeiden!). Wieso hat mein Hamster überhaupt Milben?

Wenn Ihr Hamster schon einmal Milben hatte, fragen Sie sich vielleicht: Warum mein Hamster? Nur selten leidet ein guter Hamster unter einem starken Befall mit Milben. Grundsätzlich kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich immer ein wenig Milben an Ihrem Hamster festsetzen, die von aussen über Heuballen, Streu oder andere befallene Tiere eindringen.

Bei geschwächtem oder starkem Befall des Abwehrsystems - zum Beispiel durch eine frühere Erkrankung oder andere Einflüsse ( "Schwächung des Immunsystems") - können sich Schädlinge, Keime und Keime ungestört vervielfältigen und pathogene Krankheitssymptome hervorrufen. Außerdem kann es Möbel aus Kunststoff geben, die nicht für Hamster geeignet sind, die durch ungenügende Ventilation und Feuchtebildung das Parasitenwachstum fördern.

Kurzum: Bei der Entwicklung des Milbenbefalls sind mehrere Ursachen ausschlaggebend. Dies kann mehrere Wochen in Anspruch nehmen, bis die ersten Zeichen eines Parasitenbefalls auftreten. Achten Sie deshalb gut auf Ihren Hamster, wenn er erste Zeichen eines Parasitenbefalls hat. Meiner Meinung nach sollte man den Zootieren besondere Aufmerksamkeit schenken, die durch Unterbringung und Stress oft schon von Milben befallen sind.

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