Handwerker Mittelalter

Kunsthandwerker Mittelalter

Aufgrund des Wachstums der Städte im Mittelalter und der daraus resultierenden Nachfrage nach Gütern gründeten Handwerker Zünfte. Das Sozialgefüge der mittelalterlichen Stadt. Stadt im Spätmittelalter. Schon ein Sprichwort sagt: Handwerk hat goldenen Boden! Mittelalterlicher Gießer uncl Schöffenbeatandes gegründet.

Kunsthandwerk im Mittelalter | Mittelalter

Diese Handwerker waren frei. Zuerst gab es nur solche Handwerker in der Innenstadt, die auch auf dem Land präsent waren: Diese Belebung erhöhte auch die Anzahl der Handwerker in den Großstädten. Mit zunehmender Größe der Großstädte beschränkte sich das Handwerk darauf, nur das zu produzieren, was ein Auftraggeber gerade bei ihm bestellte.

Andererseits gründeten die Handwerker Gilden, in denen die Stadtverwaltung zunächst erfolglos versuchte, sie zu bannen. Nach einigen manchmal heftigen Auseinandersetzungen kamen sie überein, dass sich die Gilden der Großstadt verpflichtet haben, den Bürgerinnen und Bürger nur gute Waren zu einem "fairen Preis" zu übergeben. Als Gegenleistung durfte der Staatsbürger seine Waren nur bei den kommunalen Handwerksbetrieben einkaufen.

Jahrhundert behaupteten die Gildenmeister ihren Sitz im Stadtrat. Die Stadtverwaltung gab nach und die Gilden bekamen einen Teil des Regiments. Auch in anderen Großstädten versuchte sich der Geschlechtsadel im Alleingang durchzusetzen. Die Gilden gewannen in den oberdeutschen Großstädten sowie am Main und Rhein, deren Wohlstand vor allem dem Fleiß der Handwerker zu danken war.

Die Tendenz in den Metropolen Europas zu einer immer größeren Konzentration auf die handwerkliche Herstellung zeigt sich in der Entwicklung zahlreicher hochspezialisierter Gilden. Auch wenn die Innungen als Ganzes nicht besonders innovativ waren und oft Kontrollen verwendeten, um die EinfÃ??hrung von arbeitssparenden oder qualitÃ?tsverbessernden GerÃ?ten oder Verfahren zu bremsen, nahmen die europÃ?ischen Handwerker viele Innovationen wie die Raduhr, die Baumwollaufbereitung, die Drehmaschine, den Betrieb von MÃ?

Die Handwerker als Knechte

Zu den Unbekannten zählten die älteren Handwerker Deutschlands. Auch in den altgermanischen Stämmen mussten die Sklaven die Handwerkskunst der Gehöfte ihrer Meister, wie z. B. Gerberei, Schmiede und Bäckerei, erlernen. Diese Beziehung setzte sich fort, als die fürstlichen Sitze und königlichen Paläste zu Zentren der städtischen Komplexe wurden; die meisten Bewohner der älteren Großstädte waren Bauer und Handwerker, die auf dem Besitz ihrer Fürsten sassen.

Auch die um den Bischofssitz herum errichteten Orte waren anfangs nichts anderes als eine Gemeinschaft von bischöflichen Bauern und Handwerkern, die sich alle in einem Zustand der Knechtschaft befinden. Doch als sich immer mehr Unbekannte an diesen Orten niederließen, fand der Handwerker bald die Möglichkeit, für andere zu verkaufen und seine Produkte für viel mehr als sein Meister zu fertigen.

Er gab seinen Dienern, die ein Kunsthandwerk betrieben, das Material für ihre Produkte, wie Pelze, Hölzer, Bügeleisen, etc. Mit zunehmender Anzahl der Handwerker wurden vermehrt Werke produziert, die nach und nach auf den mit den Kirchen- oder Hoffeiern zusammenhängenden Messen abgesetzt wurden. Mit der Zunahme des Gewerbes nahmen also zugleich Gewerbe und Straßenverkehr zu.

Die Handwerker wurden durch diese Ausbeutung ihrer Produkte allmählich reich und bemühten sich immer mehr, von den bedrückenden Fronten und Belastungen, unter denen sie seufzte, wegzukommen. Umso motivierter waren sie, als es bereits einige gab, die nicht unter den Knechtschaften schmachten, und zwar diejenigen, die von außen in die Innenstadt eingezogen waren und von den Stadtherrn ein Grundstück als freies Eigentum erwarben, für das sie nur einen Jahreszins bezahlten.

Den Städten gab er Freiräume und Rechte und vor allem die Unterscheidung der Handwerker vom Staat der Knechtschaft. Am belastendsten war, dass die Handwerker, die als Diener auf fremden Grundstücken sassen, kein eigenes Glück haben konnten, sondern dass nach ihrem Tode ihr gesamter Besitz an ihren Herren ging.

Wollte er von seinem Recht keinen Gebrauch machen, so konnte er von den Nachkommen einen Teil des Vermögens (den sogenannten Eimer) einfordern. Dies alles wurde auf Befehl des Imperators zunächst in den Orten Worms und Speyer und dann auch in den anderen Orten abgeschafft. Das war ein starker Anreiz für die Handwerker, etwas zu erschaffen und anzustreben: Sie wußten, daß das, was sie sich angeeignet hatten, unvermindert an ihre eigenen Söhne und Enkel weitergegeben werden würde.

Diejenigen, die vor ihren Meistern flohen und in die Innenstadt umzogen, konnten nach einem Jahr nicht mehr wiedergewonnen werden. Zahlreiche Sklaven wollten auf diese Art und Weise ihrem miserablen Dasein entkommen und haben seitdem "die Lüfte in der Innenstadt befreit", das Kunsthandwerk florierte massiv. Jetzt wurde den Handwerkern nach und nach ihre Wichtigkeit bewußt und sie bemühten sich, sie durch Beziehungen untereinander noch weiter auszubauen.

Es wurden Gilden und Gilden im XII. und XIII. Jh. gegründet. In einer Gilde versammelten sich alle Handwerker, die an ein und demselben Handwerk in der Innenstadt beteiligt waren, zu einer festen Bindeglied. Eine Gilde von Bäckern, eine Gilde von Metzgern, Gerbern, Schuhmachern, Schneidern, Hutmachern, Webern, Schmieden, Tischlern, Blechschmieden, Böttchern, Büchsenmachern, Sattlern, etc.

Die Zünfte hatten ihren eigenen Treffpunkt, meist ein eigenes Gebäude mit dem Symbol des jeweiligen Handwerkes, einen Schmiedehammer, eine Breze bei den Backstuben, etc. In vielen Fällen wurden die Gildenmitglieder am Morgen zu außergewöhnlichen Anlässen einberufen, um eine Nachricht vom Gildenmeister zu erhalten; ein solches Treffen wurde als Morgensprache bezeichnet.

Das Zunftgesetz wurde in einer Kiste, der sogenannten Kiste, gehalten und trug oft die Unterschriften von Fürstenpersönlichkeiten als Bekräftigung. Züchtung und Ordnung der Gilden und "unehrenhaften Berufe" *) Im Mittelalter gab es eine ganze Serie von Berufen, die nach den damals verwendeten Bezeichnungen als unredlich angesehen wurden und an die daher ein teilweise legales, teilweise konventionelles Stigma geknüpft war.

Auch wenn diese Unehrenhaftigkeit nicht der völligen Gesetzlosigkeit vor dem Recht gleichkam, war der rechtliche Anspruch des "unehrlichen Volkes" nicht gleich dem der anderen. Menschen, die einen unlauteren Handel trieben, wurden vom geistigen Zustand ausgenommen; sie konnten keine staatlichen Funktionen ausüben, und alle Verbände, die das Recht auf eine eigene Rechtsordnung für ihren Zirkel hatten, insbesondere die Gilden und Gilden, lehnten es ab, solche Menschen in ihre Gemeinschaft aufnimmt.

  • Die Anzahl der als unredlich eingestuften Geschäfte hat im Laufe der Zeit zugenommen. Er hatte seinen eigenen Ort in der Gemeinde, wurde beim Abendessen von den anderen abgetrennt, und als er verstarb, hatte er keinen Liegeplatz auf dem Gemeinschaftsfriedhof gefunden. - Das Reichsgesetz hatte mehrfach gegen diese Ungerechtigkeit vorgegangen und alle Berufe für ehrlich erachtet.

Doch erst nach und nach wurden die bisher als unredlich angesehenen Geschäfte in die Reihen der redlichen Geschäfte aufgenommen. Bei der Lehrlingsausbildung wurde sehr vorsichtig vorgegangen, denn die staatliche Zunftprüfung war für den Lehrmeister ein Anreiz, seine Schülerinnen und Schüler umfassend zu unterweisen.

Die Gilden haben durch diese strikte wechselseitige Kontrolle wesentlich zur Aufrechterhaltung von Effizienz, Seriosität und guter Moral beizutragen. Wollte sich ein Wandergeselle als Lehrer in der Hansestadt ansiedeln, musste er zunächst ein "Meisterwerk" machen, um zu beweisen, dass er sein Metier beherrscht. Im Zunfthaus wurden Ferien, Zunft- und Familienfeiern gefeiert; hier trafen sich die angesehenen Handwerker am Abend zu einem gemütlichen Drink; hier diskutierten sie über Gemeinsamkeiten.

Durch die Gilden wurde die Verbindung von Miteinander und Harmonie gepflegt. Trauer und Fröhlichkeit wurden geteilt; die Herren einer Gilde brachten die Genossentochter zum Sohn des Meisters, der sie heiraten wollte; sie gingen mit dem Bischofssarg mit voller Beteiligung zur endgültigen Rast. Die Wandergesellen einer Gilde hatten auch ihre Vereine, ihre eigenen Regeln und Gremien (alte Gesellen).

Nachdem ein Auszubildender seine Lehrzeit abgeschlossen hatte und in die Gesellengilde übernommen wurde, ging er auf eine Reise, die ihn oft durch viele ausländische Großstädte und Staaten führt, in denen er sein Können immer tiefer erlernt hat, um dann das beste Wissen in seine Heimatstadt mit nach Hause zu nehmen.

Um im Ausland ein Zuhause zu haben, ging er sofort in die Gesellengilde, als er in eine Ortschaft kam und einen Arbeitsplatz fand. Um den unbefugten Zutritt zu verhindern, wurden jedoch alle möglichen Willkommensformeln entwickelt, mit denen er sich vorstellen musste, um sich als Handwerker zu erweisen. Als zum Beispiel ein Steinmetze in eine Konstruktionshütte kam, wo er geschnitzt wurde, schloß er zuerst die Türe von aussen und klopfte auf spezielle Art an die Zimmertür.

"Mein ehrenwerter Lehrer, ehrenwerte Mitbürger und all das ehrenhafte Geschick für N." "Was ist los? "Handwerkskunst und Angewohnheit. - Damit waren die Vereinigungen in der Lage, einen allgemeinen Gebrauch des Handwerks und des Handwerksrechts in Deutschland zu trainieren. Auch bei der Entwicklung der Stadtverfassung haben die Gilde eine wichtige Rolle gespielt. Als die Handwerker zunächst die Freiheit von den Hofrechten erhielten und Gilde, Handwerkerzunft und Zunft gründeten, wurden die Gildenmeister in den meisten Faellen vom Stadtrat berufen, der den Bischof oder den fuerstlichen Gerichtsvollzieher ersetzt hatte.

Dies war notwendig, da die Gilden im Kriegsfall einige der Stadtkrieger und den Gildenmeister als ihren Kapitän einrichteten. In der bürgerlichen Armee spielte sie eine wichtige Funktion; Waffenausbildung und Waffeneinsatzbereitschaft wurden zur handwerklichen Aufgabe gemacht und im Bedarfsfall durfte niemand am Treffpunkt oder am Wachposten ausgelassen werden.

"Das Konzil zog es vor, Händler oder ritterliche Landbesitzer zu Kapitänen zu ernennen. Gleichzeitig waren sie in der Gilde zunächst über den Blutzauber hinaus zuständig, d.h. sie konnten in strittigen Angelegenheiten mit Unterstützung der Geschworenen das Gesetz aussprechen, nicht aber in jenen, in denen das Recht erloschen war.

Nach und nach erhielten die Gilden jedoch das Recht, ihren Gildenmeister aus ihrer eigenen Reihen zu bestimmen. Unbefriedigend damit, forderten sie auch einen Platz und eine Abstimmung im Stadtrat, in dem bis dahin nur sogenannte Ratsherren, Grosshändler und Rittergrundbesitzer saßen. Auf diese Weise entwickelte sich der Streit der Gilden mit den Männern, in dem vor allem die Gilden gewannen, woraufhin sie in alle Gemeindeämter aufgenommen wurden.

Unglücklicherweise wurden die Gilden später oft degeneriert, indem sie sie benutzten, um unangenehme Handwerker fernzuhalten und ihre Einnahmen nicht zu mindern. Dies behinderte die Entfaltung des freien Gewerbes und brachte nach und nach die Abschaffung der Handwerker. Aus kleinen Anfängen hat sich jedes Kunsthandwerk herausgebildet.

Das älteste Handwerk war dasjenige, das Menschen ernährte. Aber auch das Brau- und Fleischerhandwerk, da früher jede einzelne Gastfamilie, wenn überhaupt möglich, selbst gebraut und geschlachtet wurde, erst im Zwölfhundert. Der Gartenbau florierte vor allem in den Klostern und an den Hofe der Bistümer.

Der Schusterhandwerker war einer der Ältesten; er wurde nach der Sorte seiner Produkte in unterschiedliche Kameraden eingeteilt. Weil die Ortschaften im Mittelalter noch überwiegend aus Holz bestanden, bildete auch die Tischlerei ein bedeutendes Handwerk. Außerdem verlor die Töpferei nicht an Wichtigkeit; ihre zarten Werke verzierten die Simse und Mauern der alten Wohnhäuser, und die Feuerstellen der Wohnhäuser waren ihre Produkte.

Die Zinngründer gibt es seit der Hälfte des dreizehnten Jahrhundert, vor allem in Tschechien, reich an Zinnminen; sie haben die künstlerischsten Werke in Form von Lüstern, Kannen, Tellern, Schalen und Ornamenten hergestellt. Der kunstvollste Beruf war jedoch derjenige der Goldschmieden, die sich besonders für Kirchengeräte und Gold- und Silberschmuck interessierten.

Die meisten dieser Handwerker, vor allem Tischler, Metaller, Spengler und Goldschmied, von denen viele Objekte überlebt haben, zeigen eine große Kunstfertigkeit, so dass unsere Zeit viel von ihnen lernt und in vielerlei Hinsicht zu den mittelalterlichen Gebilden und Gebilden wiedergefunden hat.

Weitere Kunstprodukte deutscher Handwerkskunst sind die Weltzeituhren in der Lübecker Marienkirche und im Strassburger Dom, die zu gewissen Zeiten durch eine wunderbare Technik alle möglichen Gestalten in Gang setzten. Die wertvollen Buntglasfenster in einigen Altbauten, Rathäuser und Gotteshäuser zeugen auch von der mittelalterlichen Blütezeit deutscher Handwerker.

Das Erhabenste war jedoch die Kombination von Handwerkskunst in der Architektur, die zunächst nur im Bau von Gotteshäusern und Klostern tätig war. Mittelalterlich entstand ein kaum nachvollziehbares Meisterstück. Startpunkt für die mittelalterliche Kirche ist die altschristliche Basilika. In den ersten Jahrzehnten wurde die Architektur bevorzugt von ausländischen Ordensleuten praktiziert; die Germanen haben dann von ihnen gelernt und bald ihre Lehrer überholt, und so ging die Architektur nach und nach in die Hand der Einwohner über, als die Ortschaften um die Kirche und die Kloster zur Unabhängigkeit aufblühten, das Gewerbe florierte und die Gilden ihren Einfluß nahmen.

Die Gotik mit ihren kräftigen Spitzbogen entstand aus dem christlichen Geist Deutschlands. Zu den zwei großen Wundern der Mittelalter-Gotik* ) gehören der Kölner Kathedrale und der Strassburger Kathedrale. Die Bezeichnung "gotisch" bezieht sich nicht auf Gebäude der antiken Gotik, sondern wurde von einem italienischen Künstler, dem Kulturhistoriker Basari (1550), entwickelt und verbreitet, der das Wort als missbräuchlichen Namen ansah und damit seine Abneigung gegen die "barbarische" deutsche Baumethode zum Ausdruck bringen wollte.

Die Höhe des Schiffes beträgt 45 Meter, die beiden Kirchtürme 157 Meter. Tausende und Abertausende von talentierten Händen haben ihr ganzes leben damit verbracht, den rohen Stein nach dem Willen des Heiligen Geistes zu forcieren; kein Herr wollte absichtlich etwas für sich selbst sein und herstellen, aber er hat weiter im Geiste und im Geiste seines Vaters gearbeitet.

Wie bei den anderen Handwerkern arbeiteten die einzelnen Bauherren und deren Gilde zusammen. Deshalb konnten nur Freimaurer und Wandergesellen in die edle Architektur aufgenommen werden; ihre Kameraden wurden die Freimaurer und ihre Werke die königlichen genannt. Im Mittelalter hatte die Gilde der Steinmetze und Steinmetze ihre geheimen Schätze vererbt und große Privilegien erlangt.

Abbildung 240: Gilden machten Gebäude wie das Münsteraner Stadthaus im XVI. Jh. als Beispiel für städtische Handwerkskunst möglich.

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