Japan Weihnachten

Weihnachten in Japan

Der Glaube bekehrte einen Teil der Bevölkerung zu Weihnachten und schmückte sein Haus. Die japanische Kultur ist lustig. Warum ist Weihnachten in Japan lustig? Mehr zum Thema Weihnachten in Japan erfahren Sie hier. lch wollte dir etwas über Weihnachten in Japan erzählen.

Reportage - Weihnachten in Japan?

Reportage - Weihnachten in Japan? Buddha und Schintoismus kennzeichnen Festivals und Festtage in Japan. In unserer globalen Weltwirtschaft verbreiten sich aber auch Bräuche und Traditionen, und der Weihnachtsmann ist sicherlich in japanische Warenhäuser eingeführt worden. Dennoch ist Weihnachten in Japan immer noch kein großes Thema: Obwohl Schülern und Studierenden zwei Ferienwochen zur Verfügung stehen, ist es eher der Jahreswechsel, der traditionsgemäß das bedeutendste Fest des Jahres ist.

Doch auch in der "Adventszeit" werden Menschen in Japan aktiv: Freunde, Verwandte, Nachbarinnen und Nachbarinnen sowie alle, denen man etwas schuldet, sollten ein "Jahresabschlussgeschenk" (o-seibo) erhalten. Am 24.12. ist ein ganz gewöhnlicher Werktag in Japan, nur die jungen Eltern zelebrieren abends oder am folgenden Tag für ihre Kleinen ein kleines Festmahl mit Geschenk und Snack.

Am Tag zuvor, dem 23.12., ist jedoch seit 1989 ein Nationalfeiertag, da an diesem Tag Imperator Akihito geboren wurde. Die Vorbereitung auf das Ende des Jahres läuft auf Hochtouren: Alle gehen zurück zu ihren Angehörigen, Tokio scheint teilweise ausgelöscht. Die 31.12. heißt Omisoka und ist ziemlich kontemplativ, vergleichbar mit Heiligabend und nicht wie in Deutschland.

Der 1. Januar (ganjitsu - Neujahr) ist ein Nationalfeiertag, o-shôgatsu (Neujahr) ist mindestens die ersten drei Tage im Januar. Häufig werden die klassischen Spielsachen von den Kinder wieder herausgebracht: z.B. Spinning Tops (Koma) und das Badminton (Hanetsuki) mit farbenfroh lackierten Holzschlägeln, oder sie ließen Milane fliegen.

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Weihnachtsfeier in Japan: Von Mr. Santa und Brathähnchen

Das Weihnachtsfest in Japan ist natürlich nicht dasselbe wie in Deutschland. Der Familienkreis ist verschwunden, die Weihnachtszeit und auch der ganze Weihnachtsgeschmack sind kaum bekannt, es gibt keine Gebäckbacktradition und auch dieses malerische Empfinden, dass ich immer zur Adventzeit in Deutschland gekommen bin, will sich nicht wirklich anpassen.

Weihnachten in Japan hingegen ist seltsam, bizarr und in gewisser Weise völlig neu. Nur weniger als ein Prozentsatz der Einwohner ist Christ und die Menschen arbeiten in der Regel noch immer in der Weihnachtszeit (also mache ich dort Urlaub), also gibt es keine Anzeichen für ein familiäres Miteinander.

Übrigens, am 23. Dezember dem Geburtsdatum des Tennos, des Japaners aber nur am Rand. Es gibt jedoch Aufzeichnungen, dass Weihnachten erstmals Mitte des sechzehnten Jh. während einer Christmette in der Praefektur Yamaguchi von jesuitischen Missionaren begangen wurde.

Doch da das christliche Leben in Japan seit dem XVII. Jh. jahrhundertelang untersagt war, brauchte es aufgrund des Einflusses der Amerikaner auf das Vaterland eine Weile, bis sich das Thema Weihnachten im XIX. Santa ist hier bekannt als Santa-san, Mr. Santa, oder Santa Kurosu (Santa Claus), und das Gesamtbild wirkt mehr wie ein amerikanisches Weihnachten mit roter Socke am Feuer und dem Ren.....

In der Tat, eine überraschende Anzahl von Vorschulkindern glaubt an Mr. Santa, der uns Präsente am Tag des Todes mitbringt. Dennoch haben sich nach und nach weihnachtliche Bräuche in den Japaneralltag eingeschlichen: Sie können Woche im Vorhinein den so genannten Keki oder Weihnachtskuchen ordern, der rechtzeitig vor dem Weihnachtsabend zu Ihnen nach Japan kommt.

Doch damit nicht genug vom Weihnachtsgeschäft: Auch gebratene Hühnerflügel, vorzugsweise Kentucky Fried Chicken, werden gegessen. Niemand weiss wann und warum das begann - ob es eine clevere Marketing-Strategie oder eine Re-Interpretation der US-Türkei-Tradition war, wird wohl ein Geheimnis sein.

Das ist in Japan Weihnachten, ein Tag für Paare und viel auffälliger als der Tag des Valentinstags selbst. Japan hat eines mit der westlich geprägten Kultur gemeinsam: Alleinsein an Weihnachten ist drückend. Die Zeit mit der ganzen Familie ist daher nicht Teil des Weihnachtsbildes, außer für Kindergruppen.

Es werden auch nur kleine Gaben von den Erziehungsberechtigten an die kleinen Gäste übergeben (im Auftrag von Mr. Santa), oder der Geschenkaustausch erfolgt nur unter Paaren. Aber auch wenn Weihnachten in Japan weit davon entfernt ist, kontemplativ zu sein, und mit amerikanischer Musik und blitzender Werbung, wohin man auch schaut, hat die Adventszeit hier ihren Reiz.

Ein Anziehungspunkt, der dazu beitragen, sind die vielen glitzernden Weihnachtslichter, die sich jedes Jahr zu überbieten scheint. Das bekannteste Licht dieser Zeit ist jedoch nicht in Japans Landeshauptstadt zu finden, sondern in Kobe, wo jedes Jahr ein großartiges Lichtfest veranstaltet wird, die Kobe-Leuchte. Es ist definitiv immer noch auf meiner (unendlichen) To do - List für Japan.

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