Markt Mittelalter

Mittelalterlicher Markt

Der lateinische "mercatus" ist in unserem Wortmarkt. Der Mittelpunkt jeder mittelalterlichen Stadt war der Marktplatz. Ein älteres Foto vom Marktplatz in Bodenwerder. Der wichtigste Markt ist der Markt und Geld ist das wichtigste Zahlungsmittel. Im Mittelalter waren wir jedoch weit von einer einheitlichen Währung entfernt.

Dunkles und fröhliches Mittelalter - Mittelalterlicher Markt

Im Mittelalter war der Markt mehr als nur ein Platz der Wirtschaftstätigkeit und des Bestrebens. Dort tauchten die unterschiedlichen Seiten des mittelalterlichen Lebens auf: überschwängliche Aktivität und zutiefst erlebte Religiosität, törichte Schauspiele und Geigenprozessionen, Bewohner in schönen Roben neben Bettlerinnen und Bettlern und " unehrliche " Menschen wie Scharfrichter, Unterdrücker und Grabräuber. So verschieden das Mittelalter in den Ursprüngen auch war, die Christentum war der feste Punkt aller Bereiche des Lebens im Mittelalter.

Es dominierte auch das Stadtzentrum der Mittelalterstadt, wie man heute noch sieht. Darin verdinglichte sich das Christentum: Krankheiten, Stürme und äußerliche Gegner, aber auch Freude und Wohlbefinden wurden als Willen des Herrn begriffen - als Bestrafung oder Belohnung für die eigene Lebensweise. Im Mittelalter widmete sich der Säkularrat der Hansestadt daher der Heiligung von Sonn- und Feiertagen und der Einhaltung kirchlicher Vorschriften.

Im Mittelalter gab die Errichtung der ersten Hochschulen der Wissenschaft und Weltanschauung neue Impulse, verbreitete die Lehre der antiken Gelehrten und ebnete damit den Weg in die Renaissancezeit. Trotz der Seuche florierte die Volkswirtschaft auch im Mittelalter und die Hansestädte bildeten sich in Nord- und Ostsee.

Schon damals gab es ein beträchtliches Fernhandelsnetz bis in den Osten, das von mächtigen Händlern bedient wurde - aber auch der regionale Markt war von viel größerer Wichtigkeit. Schon im Mittelalter entwickelte sich eine Marktordnung: In jeder Mittelalterstadt war das Herzstück der Markt. Und ohne den Markt wären viele Großstädte nicht denkbar.

Betrug, Geldwäsche und andere Straftaten wurden im Rahmen der Marktorganisation streng geahndet. Die Stadtverwaltung sorgte für einen ereignislosen Warenverkehr.

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Welche Rolle spielte der Markt im Mittelalter? Die lateinischen "mercatus" sind in unserem Wortmarkt. Es wird übersetzt als Handelszentrum bezeichnet und nichts anderes war im Mittelalter ein Warenhandelsplatz. Er ist ein Platz am Knotenpunkt der Handelswege. Doch auch für die Menschen des ausgehenden Altertums hatte der Markt eine große Rolle.

Neben dem Warenumschlag spielte der mittelalterliche Markt also weiterhin eine bedeutende soziale Rolle. Ein Rechtssystem, das alle denkbaren Marktprozesse regelt und an das sich die Marktteilnehmer anlehnen. Wenn es einen Markt gab, siedelten sich auch Menschen in der Umgebung des Markts an.

Später waren die Märkte oft von Lagerhäusern, Kornspeichern und Häusern umschlossen und wurden ebenfalls unter Denkmalschutz gestellt. Gelegentlich wurde auch ein kirchliches Fest auf den Markt gebracht, so dass beide Events besucht wurden. Der Markt wurde auch oft von SängerInnen, JongleurInnen oder SchaustellerInnen mitgenommen. Im Mittelalter gab es nicht allzu viele Ablenkungsmanöver.

Im Mittelalter war der Ort sehr bedeutsam für die Stadtentwicklung. Auch heute noch ist der Markplatz oft der bedeutendste Ort in einer Großstadt, wo auch das Bürgermeisteramt sein kann.

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