Mittelaltermarkt Franken 2016

Rittermarkt Franken 2016

Im Juli 2018 im mittelalterlichen Gewand und feiert das mittelalterliche Fest zwischen den Fachwerkhäusern in der historischen Altstadt. Aug. 2018 Mittelalterliches Burgfest 09306 Rochlitz. Ein schönes Schloss an der Grenze zwischen Franken und Thüringen öffnet seine Pforten! aufgewachsen in Norddeutschland, in Franken seit fünfzehn Jahren.

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Burgfest

Rechtzeitig zum Beginn der Ferien zieht sich die Hansestadt am Samstag, 27. und Sonntag, 21. Juni 2018, in ein Mittelalterkleid und begeht das mittelalterliche Fest zwischen den alten Fachwerkbauten in der alten Innenstadt. Knight and minstrel', Kunsthandwerker und Jongleure führen Sie zurück in eine lange Vergangenheit vor historischem Hintergrund. Troll Faust, Donner& Doria und andere Bands zaubern mit ihren Tönen lange weg.

An zahlreichen Marktständen wird mittelalterliches Handwerk mit traditioneller Ware präsentiert und für das leibliche Wohl der Besucher mit hausgebrauten Bierspezialitäten gesorgt. Die mittelalterlichen Gruppierungen zelten in der alten Überlieferung um den Graben und vermitteln einen Einblick in das geschichtliche Erleben. Samstags und sonntags erwarten die "Herzo-Lesepaten" mit ritterlichen Geschichten ihre kleinen Hörer im Ratschkeller.

Mittelalterfest im StadtmuseumDie Werkstatt für Tuchmacherei ist unter dem Thema "Vom Schaffell zum Wolltuch" am Sonntagabend, also am Samstag, den 28. Juni 2018, von 14.00 bis 18.00 Uhr im Städtischen Museum eröffnet und lädt zur Teilnahme für die ganze Familie ein! Sonntags, am 28. Juni 2018, lädt die ganze Stadt zum Flanieren und Mitnehmen ein.

Knights gegen die Schnecke

Manuskripte gehören zu den schönste erhaltenen Schriften aus dem Hochmittelalter - vor allem wegen der bunten Illuminationen. Eines der verrückten Motive in der Handschrift des Mittelalters ist sicher die Schilderung eines ritterlichen Gegenübers. Am Ende des dreizehnten Jahrhundert zeigen viele Manuskripte aus Nordfrankreich, Flandern und England diese Schlacht zwischen Springer und Natter.

Das Bild von überdimensionalen Ritterkämpfen ist eine ziemlich skurrile Repräsentation des "moon renversé", also der umgekehrten Welten. Aber wie werden die Springer vom Streit gegen die Riesenschnecken verhöhn? Das Haupttätigkeitsfeld der Springer ist natürlich der Ritterkampf. Bei einem Zusammentreffen zweier unbekannter Springer in der Hofliteratur des XII. und XIII. Jh. kommt es fast immer zu einem Duell.

Am Anfang des Buches erzählt der Springer Calogrenant einem wild lebenden Mann im Urwald, worum es im Leben eines Ritters geht: "Schau, welche Rüstungen ich anhabe, und wer eine Waffe wie ich hat. Aber warum jetzt die Schnecke? Möglicherweise ist das die Erklärung: Genau genommen sind sie mit ihrem kräftigen Häuschen, das sie vor Attacken bewahrt, den ritterlichen Panzern gar nicht so gleich.

So kann es sein, dass der Springer jede Panzerkreatur blindlings attackiert - weil er in der riesigen Weinbergschnecke einen feindlichen Springer sieht. So konnte der Krieg gegen die überdimensionale Weinbergschnecke den unbedachten Kampfgeist der Springer vortäuschen. Bereits 1962 analysierte Lilian Randall die Schneckenbilder und kam zu dem Schluss: Für sie sind die Bilder als Verhöhnung der Italiener zu sehen, die um 1300 in Nordfrankreich und Flandern recht unpopulär waren und als besonders feig galten.

Es gab auch ein geschichtliches Beispiel für die Angst der Italiener: Karl der Große übersiedelte 772 mit seiner Armee nach Italien gegen die Lombarden. Sobald die Lombarden jedoch den fränkischen König sahen, sollen sie in großer Angst geflüchtet sein, anstatt im Kampf aufzustehen. Frankreich ruft im XII. Jh. noch lebendig die feigen Fluchten der Lombarden in Erinnerung.

Die Kenntnis der feigen Haltung der italienischen Bevölkerung wurde in dieser Zeit in ein sehr lebendiges Sprachbild umgesetzt: Man sagt, die ltaliener seien so feig, dass sie gar Furcht vor Weinbergschnecken haben! Der Historiker Jacques de Vitry sagt, dass Feindschaft ein typisches Merkmal aller Iberer wird. Die Weinbergschnecke gilt im Hochmittelalter gemeinhin als Sinnbild der Feigheit, denn sie krabbelt auf dem Bauchnabel herum und verbirgt sich gleich in der geringsten Gefährdung in ihrem festen Häuschen, das sie immer und immer bei sich hat.

Damals hatten sich die Italier in ganz Nordeuropa als Wechsler und Geldgeber durchgesetzt. Dann kam natürlich die uralte Erzählung von der Angst der Iren. Vielleicht sollten also die Bilder von Ritterkampfschnecken die italienische Geldwechslerin und Banker als Feigling verspotten.

Sie wurde im Hochmittelalter nicht nur als Sinnbild der Angst angesehen, sondern auch als Sinnbild für den Kriecher (im eigentlichen Sinn des Wortes), der sich vom Schneckengehäuse zu hohen Pfosten auf seiner schleimigen Spur hocharbeitet. Aber auch eine andere Auslegung erscheint möglich: Die Weinbergschnecke in ihrer gefahrlosen Hülle kann auch als satirische Darstellung der gewaltigen Adligen des Mittelalters aufgefasst werden, die sich in ihren Burgen verkriechen und das gemeine Volke erpressen.

Sie sollen wie eine Weinbergschnecke sein, die weggeht und schmilzt, wie die Fehlschläge einer Mutter, die nie die Zeit hatte! So wie die Weinbergschnecke wird der Springer eines Tage "vergehen und schmelzen".

Lance, nasse Weinbergschnecke - das ist alles. Dass niemand wirklich weiss, worum es bei den Riesenschnecken geht, zeigen die vielen Interpretationsmöglichkeiten dieser sehr ungewöhnlichen Darbietung. Auch in anderen Kontexten kommen Snecken in der Handschrift des Mittelalters vor. Zum Beispiel gibt es Bilder von kämpfenden Äffchen.

Häufig sind die Schneckengegner gar keine Springer, sondern Farmer oder Schneider. Ob die Forschungen die Bedeutung der Auseinandersetzung zwischen Springer und Spirale in absehbarer Zeit verdeutlichen können, wird sich zeigen.

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