Olympische Spiele 2006

Die Olympischen Spiele 2006

XX. Winterolympiade 2006: Internationale und nationale Sportanalyse. Dies war zuletzt bei den Winterspielen 2006 in Turin der Fall. Am Freitag, 24. Februar: Abschied ohne Medaille: Martina Ertl ist 15.

im Riesenslalom bei ihrem letzten Olympia-Rennen. Bereits zum zweiten Mal in der Geschichte der Olympischen Winterspiele ist Italien Gastgeber dieses sportlichen Großereignisses. Antrag (Olympische Spiele Sion 2006).

Winterolympiade Turin 2006

Mit Gianni Agnelli, dem früheren Präsidenten von Olympia 2006 in Turin, wurde ein großer Befürworter gefunden. Mit internationalem Einfluß gewann er das International Olympic Committee (IOC) für die piemontesische Provinz. Es darf nicht übersehen werden, dass die Firma in Turin und im piemontesischen Raum immer ein Mitspracherecht hatte. So wurden 2006 auch das TOROC-Organisationskomitee und die Turiner Vertretung mit Fiat-Vertretern besetzt.

TOROC war eine private Organisation, die nicht den Vorschriften und der Kontrolle des Vergaberechts unterworfen war, aber die Turiner Behörde wurde 2006 als öffentlich-rechtliche Einrichtung mit dem Ziel eingerichtet, die für die Spiele erforderlichen Einrichtungen und Infrastruktureinrichtungen mit öffentlicher Finanzierung zu verwirklichen. Rund zwei Mrd. EUR wurden für die Winterolympiade in Turin bereitgestellt: 1,4 Mrd. EUR vom italienischem Bundesstaat, 200 Mio. EUR von der Stadt Turin, 300 Mio. EUR von Privatpersonen und 159 Mio. EUR von anderen Einrichtungen.

Der Umsatz mit TV-Rechten, Förderern, Tickets etc. betrug fast eine Mrd. EUR. Der Organisationsaufwand stieg auf rund 1,5 Mrd. EUR, während der Aufbau der Sportanlagen über zwei Mrd. EUR ausmachte. In dem 1998 vorgelegten Antragsdossier lag die Kostenschätzung noch bei rund 500 Mio. E.

Das waren für die ganze Weltöffentlichkeit die "Turiner Spiele". Aber nur wenige Hallenwettbewerbe wurden in Turin ausgetragen. Es war also eine Chance für die Stadtverwaltung von Turin, sich selbst zu vermarkten. In den Bergregionen, die nach den Wettkämpfen mit großen und kostspieligen Einrichtungen wie Rodelbahn und Sprungschanzen zu kämpfen hatten, war die Situation anders.

Die 60 bzw. 35 Mio. EUR teuren Einrichtungen wurden nach 2006 kaum in Anspruch genommen, weil die Kosten für den Betrieb zu hoch sind - 2,2 Mio. EUR pro Jahr für die Rodelbahn und 1,5 Mio. EUR für die Sprungschanzen - und weil diese Sportart in Italien nur von wenigen Sportlern betrieben wird.

Der IOC hat unverantwortlich gehandelt, als er die Benutzung der vorhandenen Einrichtungen in Albertville - dem Veranstaltungsort der Spiele von 1992 - unweit der Austragungsorte von Turin nicht zuließ. Die von Umweltverbänden vorgeschlagene Einrichtung von temporären Einrichtungen, die nach den Olympischen Sommerspielen hätten demontiert werden können und daher kosteneffizienter und umweltschonender gewesen wären, wurde von den Veranstaltern in Italien zurückgewiesen.

Sie betonten nur die guten Seiten: Wahrscheinlich hätte im Unterschied zu anderen Ländern eine Bevölkerungsmehrheit in einem Referendum für die Spiele gestimmt. In den Bergdörfern, als kleine Gemeinschaften mit wenig Einfluß auf die in Rom und Turin getroffenen Strategieentscheidungen, haben sie sich in der Erwartung angepasst, ein Teil des Geldes zu bekommen.

Lediglich das Gremium "No Olimpiadi" und Umweltverbände sprachen sich gegen die Spiele aus. Ihre " gegen alles " Strategie, die sie nach der Verleihung der Spiele an Turin fortführten, hat nichts zur Besserung umweltschädlicher und überteuerter Projekte beigetragen, hat sich aber im Rückblick als wirkungslos und nicht erfolgreich erwiesen. Durch die Olympiade hätte eine Neuorientierung des Fremdenverkehrs in den turinischen Gebirgen ermöglicht werden müssen.

Das olympische Dorf wurde zu einem Zweitwohnsitz umgebaut und der Fremdenverkehr floriert erst Ende des Jahres. Er verfolgte in dieser Eigenschaft die Spiele 2006 in Turin von der Bewerbung bis heute, wobei er sich auf die Konsequenzen für die Bergregionen konzentrierte.

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