Olympische Spiele Bogenschießen

Die Olympischen Bogenschießspiele

Das Bogenschießen und die Olympischen Spiele - eine Geschichte für sich. Auf eine WM-Teilnahme muss der Non-Olympic Compound Bow von Zeit zu Zeit verzichten. Die einzige olympische Disziplin ist jedoch das Schießen mit dem Recurve-Bogen. Die Olympischen Spiele werden in Deutschland nie wieder stattfinden. So hat Sonja Patzer ihren Bogen aufgehoben, setzt einen Pfeil auf und zieht die Schnur fest.

Die Olympischen Spiele - Der Weg nach Tokyo 2020

Wie die 128 Bogenschießplätze für Tokyo 2020 verteilt werden, hat der weltweite Bogenschützenverband W AS jetzt bekanntgeben. Der Wettlauf um die Plätze hat begonnen", formuliert DSB-Sportdirektor Heinz Gabmann seine E-Mail an die Nationaltrainer der Olympiade. Die Bogenweltmeisterschaft ist von großer Wichtigkeit.

Weil in S'Hertogenbosch/NED (9. bis 16. Juli 2019) 28 Kontingentsplätze pro Gender zuerkannt werden. Besonders wichtig sind die Mannschaftswettbewerbe, da sich die acht besten Mannschaften ( "drei Schützen") für Tokyo qualifiziert haben. Die Mannschaftsplätze gelten auch für die einzelnen Starts, d.h. schon jetzt können die beiden Mannschaften in Tokyo die maximal mögliche Beteiligung Deutschlands (drei Platzierungen pro Geschlecht) mit einem guten Mannschaftsergebnis perfektionieren.

Im Einzelwettbewerb werden die anderen vier WM-Plätze verliehen und gehen an die besten Sportler, die sich noch nicht im Mannschaftswettbewerb durchgesetzt haben. Bei Kontinentalspielen (z.B. Europameisterschaften ), kontinentale Qualifikationsturniere und ein "Final Weltqualifikationsturnier " werden die anderen Plätze ausgeschieden, drei Plätze gehen an den Veranstalter Japans, zwei werden über eine WA-Kommission verliehen.

Auf dem Weg nach Tokyo müssen die beiden German Shooter zwei Stufen gehen. Zuerst müssen die Plätze im weltweiten Wettbewerb gewonnen werden. Im zweiten Teil wird die innere Qualifizierung für die erworbenen Plätze durchgeführt, an der alle Sportschützen teilnehmen, die den Titel des Spitzenteams Tokyo-Status (TTT) - einen letzten Platz bei einem Weltcup oder einer Europameisterschaft (1 bis 8) oder Weltmeisterschaft (1 bis 10) - errungen haben.

Der interne Qualifikationskampf um die Olympiamedaillen in Tokyo 2020.

Historische Entwicklungen des Bogenschießens

Seit mehr als 14.000 Jahren (dem Ende des Oberpaläolithikums) werden Pfeilen und Bögen verwendet, was vor allem durch die entsprechenden Pfeilerspitzen aus Stein nachweisbar ist. Auf einer Kalksteintafel der Fadetsgrotte, Abt. Wien, ist der ältere Gewölbebogen eingraviert. Älteste nachgewiesene archäologische Zeugnisse für den Einsatz von Bögen sind voll erhalten gebliebene Pfeilpfeile aus dem Sternenmoor bei Hannover (um 10.000 v. Chr., Kunst der Ahrensburg).

Zweifelsohne sind die beiden 8000 Jahre alten Flachbögen aus dem dänischen Holzhof (Holmegård) die ersten. Im Jahre 1545 wurde die aelteste europaeische Bogenschule vom Englaender Rogers Scham gegründet und heisst "Toxophilus". Von Johann Petrus Eckenmann wurde im Gespräch mit Goethes eine Erzählung über den Exotenstatus des Bogenschiessens Anfang des 19. Jahrhunderts weitergegeben.

Gleichzeitig hatte das Bogenschießen in der belgischen Stadt den Stellenwert eines volkstümlichen Sports, wie er 1814 von ihm beobachtet wurde. In seinen eigenen Ausführungen versuchte er mehrere Jahre lang vergebens, den Bogensport zu popularisieren. Eine 1920 erschienene Broschüre mit dem doppelten Titel "Bogenschießen / Wurf mit dem Bumerang" war lange Zeit das maßgebende Handbuch für das Bogenschießen in Deutschland.

Auch das 1948 veröffentlichte Werk "Zen in der Bogenschusskunst " von Dr. med. Eugen Hermann H. Hermann H. E. H. G. Herrigel hatte eine große Verbreitung. Auch in der geistigen Haltung zum Schiessen prägte dieses Werk viele Schützen, wie der 1972 geborene Weltmeister über sich und den Schützen selbst. Bogenschießen basiert auf dem Grundsatz einer federnden Stange (Bogen), die mit einer Bogenschnur gestreckt wird.

Beim Spannen der Spannsehne verhält sich der Bügel wie eine Sprungfeder und es wird potenzielle Kraft freigesetzt, die beim Loslassen der Spannsehne als Bewegungsenergie der pfeilfreien Spannsehne freigesetzt wird. Die Spannung des Bugs und die Ausdehnung der Saite ist umso größer, je größer, gerader und kräftiger der Pfeile ist.

Traditionsgemäß wird die Spannung des Bügels als Zugbelastung der Saite in englischem Pounds (1 Pound = 0,453 kg) bei einer Ausdehnung von 28 Inch ( "71,12 cm") angegeben. Die Zuggewichte der Schleifen variieren von einigen wenigen Kilogramm für Kinderschleifen bis zu über 60 Kilogramm für geübte Sportschützen. Verbundbögen, die mit einem scheibenförmigen Aufbau versehen sind, haben eine deutlich höhere Vorspannkraft, da die vom Sportschützen aufgebrachte Zugspannung vom Anfang des Auszugs bis kurz vor dem Vollauszug nahezu gleichmässig hoch ist und somit dem Pfeile einen deutlich höheren Schub verleiht.

Schusstechnik bedeutet hier vor allem die Auswahl des Verankerungspunktes, an dem die ziehende Hand die maximale Ausdehnung der Spannglieder erlangt. Abhängig von der Bogenschützenklasse und dem Bogenschützenverband gibt es Einschränkungen bei der Startgeschwindigkeit (Feld und Wald: 300 Bilder /s (Fuß pro Sekunde) oder 60 Pfund Gewicht (FITA, Target).

Das Bogenschießen hat sich im 16. und 17. Jh. in Großbritannien als Sport entwickelt. Im Jahre 1931 gründeten die Finnen, Franzosen, Norweger, Polinnen und Schwedinnen den weltweiten Bogenschützenverband für den Bogensport namens E. V. I. P. A. S. E. I. ( "Fédération International de la Arche"). An der Olympiade 1972 in München werden die Spielregeln der Firma und die so genannte "FITA-Runde" zum Maßstab bei allen Wettbewerben.

Bogenschießen und Olympische Spiele - eine Selbstverständlichkeit. Zum ersten Mal fliegt der Pfeil bei den Pariser Spielen 1900. 1904, 1908 und 1920 dürfen auch die Bögen mitmachen. Dann wird der sportliche Aspekt bis 1972 aus dem Olympiaprogramm verschwinden. Auf der einen Seite gibt es keine einheitlichen Spielregeln, auf der anderen Seite ist der Bug für viele Menschen noch mehr ein historischer als ein moderner Sportartikel.

Nach ihrer Wiedereingliederung in das olympische Spiel kämpften auch die Damen um Siege.

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