Olympische Winterspiele München

Winterolympiade München

so Axel Doering, Frontmann der "Nolympia"-Bewegung in München, und Experten aus Pyeongchang und dem Studio in München. Die Olympischen Winterspiele Eddie der Adler: "Olympia hat seinen Weg verloren". Auch Annecy und München haben sich für die Veranstaltung beworben. Und nach fünfzig Jahren kehrt Olympia zurück.

Olympischen Spiele 2018 in München: Gedankexperiment - München

Das Jahr 2018 wird am kommenden Wochenende in Peking beginnen. Was wäre passiert, wenn München die Olympiade abgesichert hätte? Möglicherweise würden Service-Crews nur durch das Olympia-Stadion huschen. Gleich daneben, im schattigen Olympiaturm und auf dem Gelände des einstigen Fahrradstadions, würden zwei brandneue Eisstadien erstrahlen und im neuen Olympiadorf auf der Dachauer Strasse wohl schon längst ein Bett gemacht sein.

Olympische Gassen. Das Jahr 2018 steht kurz vor dem Auftakt. Hätte dieser unvergessliche Tag vor sieben Jahren in München in Südafrika die Winterolympiade in einer einzigen einzigen Minute stattfinden können. Dagegen herrschte in München die Vorstellung, dass der Weltsport ein Nachhaltigkeitskonzept schätze.

Südafrikas Heimat hat die Münchener Abordnung schlecht gelaunt verlassen. Der damalige Vorsitzende des Bundesverbandes Deutscher Olympischer Sport und heutige IOC-Chef musste eine Fehlentscheidung zugeben. Von einer sehr guten Atmosphäre für München hatte er schon immer geredet. Auch die Wiederbewerbung für 2022 ist später gescheitert - mit einem Referendum. Möglicherweise war es das in absehbarer Zeit wohl das allerletzte Mal, dass die Olympiade an die lsar zurückgebracht wurde.

Die mangelnde Bereitschaft, sich dem als verdorben und unergründlich geltenden IOK unterzuordnen, hat wahrscheinlich wesentlich zum engen "Nein" der Münchner Bürgerinnen und Bürger beizutragen. Der leidenschaftliche Olympia-Befürworter Christ opherischer Prägung kommt zu dem schönen Urteil, dass die Entscheidung der Bürger nicht in München oder gar im Garmischen, sondern in Sofia und Qatar untergegangen ist. Es ist durchaus möglich, dass ein olympisches Referendum jetzt noch klarer wäre - gegen die Weltmeisterschaft.

Nichtsdestotrotz war die Antragsphase für 2018 eine aufregende Zeit. Sie alle fungierten als olympische Trommler: Willi Boogner, Katharina Wit, Frank Beckbauer. Für das IOC-Treffen fuhr Chris H. E. H. E. H. E. H. E. H. E. Ude nach London, um das Münchner Konzept vorzustellen. Eine Prise internationaler Ausstrahlung wehte durch das Stadthaus, als zwischen den Repräsentanten der Kasse ein Olympia-Hauptquartier errichtet wurde.

Der Auftrag stampfte durch den Münchener Olympiagelände und schwamm mit der Luftseilbahn über den Garmisch-Kandahar-Lauf. Den Beamten war wohl auch schon vor langer Zeit bewusst, dass in München und im oberen Teil des Landes eine Widerstandbewegung entstanden war. Das ist wie bei olympischen Anwendungen beinahe die Norm. Beginnend in Gümisch, wo sich ein Landbesitzer geweigert hat, ein Gebiet nahe der Ziellinie der Kandare freizulassen, wurde eine enge "NOlympia"-Allianz von Umweltaktivisten und IOC-Kritikern gebildet.

Muenchen haette heute an manchen Orten anders ausgesehen, wenn sich das IOK fuer das deutschsprachige Modell gewaehlt haette. Hier sollten die Türme eines neuen Olympiadorfes gebaut werden, in das die Münchener nach Ende der Games umziehen. Mit dem Jahr 1972 ergänzt die MSG die Wegweiser in das alte Olympische Dorf in der U-Bahn-Station des Olympiazentrums - in der irrtümlichen Ansicht, dass es bald eine zweite solche Einrichtung in München gibt, die nicht mit den Gebäuden aus den 70er Jahren verwechselt werden sollte.

Das Datum steht noch immer auf den Zeichen, als unscheinbare Mahnung, dass München fast einmal im Jahr 2018 existierte. Die heute hier befindliche Lücke wäre wohl schon lange verschlossen gewesen - es stand fest, dass die zweite Hauptstrecke der S-Bahn vor den Winterspielen fertiggestellt sein würde.

Das angebliche spezielle olympische Budget für das Vorhaben gab es nie, und wer ehrlich ist, muss zugeben, dass die Wichtigkeit dieser Tunnelroute für die Winterspiele begrenzt gewesen wäre. Eines steht fest: Eine Großbaustelle wäre nicht nötig gewesen, wenn die so genannte olympische Gastfamilie gekommen wäre. Doch der Anstoß, den die Olympiade nach München hätte bringen können, und die damit einhergehenden Finanzprivilegien sollten definitiv genutzt werden, um die seit längerem angekuendigte Tunnelroute endlich zu errichten.

Doch nun bleibt das Stadion am neunten Feber frei. Die Ex-OB hätte in die Fussstapfen von Hans-Jochen Vogel treten können, der die Olympischen Spiele 1972 nach München gebracht hatte, aber bei der Eröffnungszeremonie nicht mehr das Amt des Rathauses innehatte. Im Jahr 1966 reiste die Münchener Dependance triumphierend von Roms Heimat zurück, die damals gebauten Gebäude gehören noch heute zu den eindrucksvollsten Bauwerken der modernen Zeit.

Was von München 2018 übrig bleibt, ist ein Begriff, der wahrscheinlich in einer Lade verstaubt wird.

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