Ritter im Turnier

Der Ritter im Turnier

Ende des 19. Jahrhunderts wurde das Turnier zu einem großen Ereignis, da nicht nur Ritter, sondern auch Musiker, Tierbändiger und Jongleure auftraten. Das Turnier war historisch gesehen die Freizeitbeschäftigung der Ritter im Mittelalter. Der Spaß, den die Teilnehmer an einem Turnier hatten, war sicherlich ein wichtiger Grund, daran teilzunehmen. Er wollte natürlich auch mit ausländischen Rittern und unter kriegerischen Bedingungen seine Stärke testen.

Die Turniere gehörten zu den Lebensformen des Adels.

Turniere, das mittelalterliche Wettk?mpfe - Mittelalterliches Lebensgefühl

Das Turnier war in der Vergangenheit die Freizeitaktivität der Ritter im Hochmittelalter. Das Turnier hat zum Zweck, den besten Sportler oder die besten Mannschaften in einer Disziplin zu bestimmen. Das Turnier war immer einer Kampfszene im Kriege nachgeahmt. Die zwei gleich großen Reitergruppen griffen sich mit hoher Geschwindigkeit an und wollten sich dabei aus dem Rücken schieben.

Aber auch der Tejost war populär. Die gepanzerten Fahrer galoppieren mit hoher Geschwindigkeit gegeneinander und versuchen, sich mit einer stumpfen Lanze selbst aus dem Rücken zu erheben. Dieser Turniertyp erreichte seinen Zenit im XIV. Jh. und wird noch heute oft in Kinofilmen dieser Zeit gezeigt. Die Turniere wurden im ganzen Lande auf den Marktplätzen der Mittelalterstädte veranstaltet.

Nur edle Ritter, die sich einer Wappenuntersuchung durch den zuständigen Verkünder unterzogen haben, durften mitmachen. Dies ermöglichte es ihnen, sich von den unteren Schichten der Gesellschaft zu unterscheiden; das Kriegsspiel war den Adligen reserviert. Die Teilnahmeberechtigung erstreckt sich auch auf die soziale Mitverantwortung. Von den Teilnehmern wurde erwartet, dass sie sich in der öffentlichen Wahrnehmung korrekt und ehrenhaft verhalten.

Wegen des sozialen Charakters haben immer mehr Menschen versucht, die Erlaubnis zur Beteiligung zu erhalten. Diese Vergesellschaftung untergrub der Adelige durch besondere Erlasse, wie das Turnierverzeichnis von 1447 in Würzburg, das allen handelnden Bürgerinnen und Bürger die Beteiligung am Kampfsport verbot. Noch heute ist die Spielfreude groß, wenn auch nicht im Kampfsport.

Anraten

Der Ritter musste als professioneller Krieger stets den Einsatz von Gewehren üben: Speerwurf, Wrestling, Springen, Rennen, Bogenschiessen und Steinwerfen. Er wollte natürlich auch mit ausländischen Reitern und unter kriegerischen Umständen seine Stärke testen. Das Turnier bietet dafür reichlich Gelegenheiten, denn es war der optimale Platz, um sich auf den Notfall vorzubereiten.

Die Turniere waren nicht nur Kampfspiele, sie konnten auch einen fehlenden Charme bekommen, als sich zwei Archenemies gegenübersahen. Danach konnte es ernst werden, aber anders als in der Feudalherrschaft kam es in der Regel nicht zu einer Eskalation der Auseinandersetzungen im Turnier. Selbstverständlich konnten die Ritterkämpfe nicht immer unter Kontrolle sein.

Auf einem Turnier des Grafen Johann von Katelnbogen in Darmstadt gab es 1403 einen schweren Konflikt zwischen Franken und Hessen: 17 Franken und neun Hessen verloren auf dem Turnierplatz ihr Dasein. Obwohl die Feindseligkeit zwischen den Kampfparteien herrschte, war der " Turnierkampf " beschränkt und ein sportliches Turnier in Zeiten des Friedens, denn es war nicht gestattet, einen Gegenspieler absichtlich zu töte.

Die Ritter beeilten sich auf das Schlachtfeld und vergessen die Verhandlungen jahrelang. Die Herzogin hatte keine andere Wahl, als selbst ein großes Turnier zu veranstalten, um allen die Möglichkeit zu bieten, sich zu erholen. Wenn ein Ritter geschlagen wurde, durfte er sich für diese Schlacht nicht rächen. Am Ende des Turniers und der Bekanntgabe des Gewinners mussten alle Kampfhandlungen aufhören.

Im Prinzip wurden für jedes wichtige Adelsfest Wettkämpfe ausgelobt. Auch die Organisatoren des Turniers nutzen diese Gelegenheit, um ihren Wohlstand und ihre Macht zu unterstreichen. Die Dichter sangen feierliche Wettkämpfe, die im heroischen Epos geschildert wurden, und die Kämpfe wurden immer wieder von KünstlerInnen inszeniert. Unzählige kleine Wettkämpfe, bei denen sich die Ritter im Burghof oder im Schlosshof oder vor der Ritterburg gemessen haben, waren zwar feste Bestandteile des Ritterlebens, fanden aber nur ganz vereinzelt Einzug in die Stände.

Jh. wurde im Kaiserreich nur ein kleines Turnier der Ritter genannt, das um 1150 auf der Jülicher Festung stattgefunden hat. Auf jedem Schlosshof und jedem unbefestigten Weg konnten die vielen Ritterkämpfe ausgefochten werden, bei denen zwei Kampfhähne im Turnier oder mehrere Ritter den Stärksten ausfindig machen wollten.

Genaugenommen dürfen solche Wettkämpfe jedoch nicht als Turnier bezeichnet werden, da ihnen die typischen Charakteristika des Ritualturniers wie z. B. Einladungen, Turniermanagement, Siegespreise und dergleichen nicht vorlagen. Die großen Hofturniere hingegen werden viel öfter in der Chronik, in Schreiben und Zertifikaten erwähnt. Lediglich die Innenstadt bietet genügend Platz für die vielen Besucher und Teilnehmer des Festivals und eine ausreichend große Auswahl an Verpflegung und anderen Utensilien.

Selbst für das Turniergelände, das so groß wie ein Fußballfeld sein könnte, gab es in der Regel nur genügend Platz im Stadtgebiet. Unzählige Helfer wurden eingesetzt, um das Schlachtfeld zu ebnen, mit Erde oder Heu zu bedecken, den Zaun und die Absperrungen zu bauen und die Zuschauertribüne für den Adeligen einzurichten.

Beim Turnier in Regensburg 1487 wurden zwei und fünf Kreuzfahrtschiffe für Stehplätze bezahlt. Bei Hofe änderte sich der Turniercharakter. Auf dem Turniergelände scharten sich die Einheimischen und jubelten ihren Lieblingen zu. Außerdem gab es viele Zuschauer von außen, von denen einige Tage vor Beginn des Turnieres eintrafen. Durch die vielen Gäste wurde eine lukrative Einkommensquelle für die Einwohner des Turnierplatzes geschaffen.

Seit Beginn spielen bei den Wettkämpfen vor allem die weiblichen Spielerinnen eine große Rolle. 2. Das Turnier war für die edlen Ladies eine Chance, sich zu präsentieren und zugleich zu sehen. Auch auf die Ritter wirkte ihre Präsenz anregend und zivilisierend, indem sie zum einen den Kämpfergeist der Ritter anregte und zum anderen sie ermutigte, sich wie Ritter zu benehmen.

Aber auch bei den Frauen hat ihre Tapferkeit und ihr Rittertum nicht nachgelassen. Das Rittertum für die Frauen war ein wichtiger Teil des Wettkampfes. Manche Ritter wählten eine Lady und fragten sie um Genehmigung zum "Turnier" zu ihren Gunsten. Wenn die Herrin annahm, übergab sie dem Ritter ein Tuch oder ein Tuch, das er an seiner Speerspitze oder seinem Schutzhelm als Versprechen und Symbol seines Dienstes anlegte.

Auch wenn die höfischen Gedichte betonen, dass diese Ehrfurcht vor der (meist verheirateten) Frau dem höchsten Anspruch der Ritterliebe und damit der Keuschheit verschrieben war, so hatte dieser Brauch doch auch einen erotischen Momente. Nur Aristokraten, die zum Ritter oder Ritter geweiht waren, durften am Turnier teilhaben.

Die Demarkation galt vor allem den Stadtbewohnern und Händlern, die, auch wenn sie (niederen) aristokratischen Ursprungs waren, in der Regel nicht an den Turnieren teilgenommen haben. Es war den Landwirten jedenfalls verboten, Ritterwaffen zu führen und allgemein auch am Turnier teilzunehmen. Unehrenwerte Ritter, die eines Vergehens angeklagt waren, und unverheiratete Ritter wurden vom Turnier ausgenommen.

Viele edle Ritter nutzen jede Möglichkeit, an Wettkämpfen teilnehmen zu können und dort ihre Reit- und Kampfkunst zu unterrichten. Wenn sie sich auch besonders ritterhaft benahmen, waren sie sich des Ruhmes und der Ehrerbietung sowie der Verehrung der Frau sicher. Besonders die jungen Ritter machten echte Turnierritte nach ihrem Schwertkampf, um sich einen guten Ruf zu verschaffen und ihre hohe Ritterschaft zu beweisen.

Manche Ritter haben bis ins Alter an den Wettbewerben teilgenommen. Ältester bekannter Teilnehmer des Turniers war ein Minister namens Otto von Haslau, der 1278/1280 im alter von achtzig Jahren auf die Turnierstrecke fuhr. Im Wettkampfsport lebten viele Ritter. Die Anzahl der Teilnehmer an den Wettbewerben hängt ganz von der Grösse und dem Typ der jeweiligen Disziplin ab.

Waren bei den kleinen Wettkämpfen nur eine Hand voll Ritter im Turnier und Playoff (am 24. und 24. Juni 1434 nahmen 12 Ritter mit spitzen Gewehren an einem Turnier in Nürnberg teil), so konnten sich bei den großen Hofturnieren hundert und mehr Ritter einfinden. In Friesach nahm Herzog Leopold von Österreich 1223 mit 9 Prinzen und 397 Reitern teil.

An dem Turnier, das Ulrich von Lichtenstein am 31.5. 1227 in Neunburg ausrichtete, waren 250 Ritter beteiligt. In der limburgischen Zeitung werden bei einem Turnier in Nürnberg 1360 gar 1000 Sturzhelme, also Ritterkämpfer, genannt. Am Ende des Monats Augusts 1408 versammelten sich 352 Sturzhelme, davon 60 Ritter, in der gleichen Ortschaft.

Der Poet Konrad von Würzburg (gest. 1289) berichtete in seinem bekannten Werk "Turnier von Nantheiz (Nantes)" über 4000 Ritter, in seinem Theaterstück "Engelhard" über 2000 Ritter, die angeblich an einem Turnier teilnahmen. Die Bezeichnung Gutsherr bezieht sich sowohl auf die nicht edlen Ritterdiener (Diener) als auch auf die von einem Ritter als Teil ihrer Ausbildung ausgebildeten und zu den Wettkämpfen begleitenden Adeligen.

Die Knappen nutzen diese Gelegenheit, um mit den Knappen anderer Ritter beim Bogenschiessen, Axt- und Speerwerfen zu konkurrieren. Eingeladen zu den Wettkämpfen wurde im Wesentlichen vom Turnierorganisator, dem Koenig oder einem geachteten Edelmann. Während der gesamten Veranstaltungsdauer bestand eine generelle Verpflichtung zum Frieden, dies war eine der grundlegenden Anforderungen des Turnieres.

Niemand, der an einem Turnier teilgenommen hat, sollte wegen irgendwelcher Beschuldigungen oder Auseinandersetzungen strafrechtlich verfolgt werden. Die Teilnehmer erhielten eine kostenlose Begleitung, d.h. sie konnten unbehindert ankommen, Turniere spielen und dann wieder abreisen. Vor der Zulassung zum Turnier mussten die Ritter ihre Helme, Helme und Waffen zur Besichtigung vorzeigen.

Man prüfte, ob die spitzen Klingen nicht zu eng waren und die für einige Schlachten verordneten Stumpfwaffen wirklich für Turniere geeignet waren. Jahrhunderts, als das bis dahin verhältnismäßig kostenlose Familienwappen verschärft wurde, führten die Vorboten auch eine Wappenausstellung durch. Sie waren bei Wettbewerben für die Bemusterung der Helme der Ritter, ihrer Wappensymbole und Rüstungen verantwortlich, während sie bei den Wettbewerben selbst als Zuschauer und Experten wirkten.

Darüber hinaus hatten die Verkünder während der Feldzüge ihrer Herrscher die Pflicht, die zum Dienst in der Armee verpflichtet sind (Erfolgspflicht der Vasallen), ihre heldenhaften Taten festzuhalten und die Namen aufzuschreiben. Später zählten die Vorboten auch zu den Autoren der Wappen- und Wettkampfbücher. Diejenigen, die diesen Test nicht bestanden haben, durften nicht am Turnier teilhaben.

Die Turnierbewerber sollten nachweisen, dass sie seit mehreren Jahrhunderten zum Adeligen gehören. Ursprünglich waren Ahnenmuster für Fragen der Fehde und des Erbes, das Recht auf Beweisführung in Gerichtsduellen, die Einweisung in edle Kathedralenkapitel usw. einflussreich. Seit dem späten Mittelalter ist es üblich, die Teilnahme an Turnieren, die Mitgliedschaft in Rittervereinen etc. von Ahnenmustern abhängt.

Zudem musste der Antragsteller beweisen, dass er oder seine Ahnen in den vergangenen fünfzig Jahren regelmässig an Wettkämpfen teilnahmen. Dahinter verbirgt sich der Drang des " alter tümlichen " Ritteradel, der " neuen " Ritter, Städter und Händler (sog. " Briefadels "), sich vom Turnier fern zu halten. Obgleich sie wie Ritter gelebt haben und über eine komplette Turnierrüstung verfügen, galten sie im Adel nicht als Aufsteiger.

Sie wollten vermeiden, dass Napoleon zum alten Ritter befördert wird (Schließung des Rittertums). Mit dem Rittertitel des Kaisers Karl IV. (1346-1378) wurden von den alten Ritter zusätzliche Turnierregeln erlassen, um die Stadtbewohner von ihren Wettkämpfen auszunehmen. So schloss das Turnierreglement von Würzburg 1479 all jene aus, "die von der adl kaufmanschaft anders als andere Kauffleuther, die nit von dem adl seindt" fahren, und in der Turnierverordnung von Heidelberg von 1481 steht sogar: "Niemand, der in den Großstädten geboren wurde, sollte ebenfalls zum Turnier gelassen werden.

"Das Turnierreglement von 1485 legt dann endlich fest: "Wer freiwillig in einer Großstadt lebt, bezahlt und dort wacht, darf nicht zum Turnier eingelassen werden. Bei den Ritterschaften gab es Kämpfe in unterschiedlichen Sportarten, Mann gegen Mann oder in Mannschaften. Unter den Grundtypen des Kampfes waren der Buhurter, der Tjoster und der Turniers.

Es gab aber auch Turniere, bei denen nur eine Art von Kämpfen ausging. Die Buhurts waren weniger ein Wettkampf als ein Wettkampf zu Pferde und erfreuten sich vor allem in Deutschland großer Popularität. Im deutschsprachigen Raum erschien um 1150 der Begriff Bu " (Haus, bauen, bauen, aber auch bebauen) und das Schlagwort Hurt " (Abfließen, Aufprall, Aufprall).

Auf Französisch heißt der Bohourt "melée" = Rauferei. Im Zuge der Entstehung friedlicher Turnierkämpfe verschwimmen die Bedeutungsunterschiede zwischen "turnei" und "buhurt", so dass das Stichwort "buhurt" im XIV. und XV immer weniger auftaucht und letztendlich ganz aufhört. Dort wurden zwei Gruppen gebildet, die von je einem Kapitän geleitet wurden.

Beide Teams fuhren auf einem Schild zusammen, kollidierten verspielt, und die Gruppe zerbrach. Nun "kämpften" sie in Zweiergruppen miteinander, um zu demonstrieren, wie sie ihr eigenes Ross kontrollieren, wie gekonnt sie es umdrehen, abwenden und abwehren. Sie versuchten mit ihrer Unterstützung den Kontrahenten wegzustoßen oder ihn vom Pferderücken zu drängen.

Die Buhurts, die oft anläßlich eines Festivals oder zu Gunsten eines Gasts stattfinden, werden in der Hofdichtung als Zeichen der Kriegsfreude beschrieben. Der Charme des Kämpfspiels soll das agile Drehen der Rosse auf kleinstem Raum gewesen sein und das lautes Rauschen der kollidierenden Schilde und Speere, sowie der Schlachtruf der Teilnehmer Hurta, Hurta (darauf, darauf).

Der Bourt war zwar verhältnismäßig ungefährlich, aber es kam nicht zu Ausfällen. Das Turnier ist der Lanzenkrieg zweier Reiter in Vollrüstung. Der Begriff Turnier hat seinen Anfang im Latino "justa", was soviel wie gesetzlicher Wettkampf ist. Die Ritter baten ihren Widersacher, durch einen Vermittler zu tjostifizieren:

Entweder heuerte er einen Turnierverkünder an, oder er sandte seinen Gutsherrn. Wenn der Antrag akzeptiert wurde, standen beide Ritter in einem gewissen Abstand voneinander in der Arena für die erste Turnierrunde. Durch die Einführung der Ritterrüstung wurde das sichere Fahren und Richten der Lanzen immer schwierig.

Als die Ritter ihre Sturzhelme aufsetzten, ihre Schirme verschlossen und mit einer eingelegten Speerspitze aneinander gerieten. Das Duell hatte zum Zweck, den Kontrahenten mit einer Speerspitze zu schlagen und ihn aus dem Pferdesattel zu ziehen. Schafften sie es, ihren Kontrahenten zu schlagen, war er fassungslos und fiel um.

Daher wurde das Tier zunächst nur galoppiert, um kurz vor der Kollision seine Laufbahn zu beginnen, d.h. das Tier in den schnellen Gang zu bringen. Meistens zerbrach die Speerspitze, aber der Frontalschuss riss den Kontrahenten aus dem Sattelfuß. Damit die Reiter ihre Pferde besser festhalten können, wurden die Pferde der Wettkampfpferde angehoben (High Stuff Sattel).

Allerdings war es untersagt, sich in irgendeiner Form an das Tier zu binden, damit es nicht herunterfällt. Im Rahmen der Turnierordnung wurde die direkte und gefährliche Kollision mit dem gegnerischen Reiter und seinem Vierbeiner vermieden und das Tier nach dem Lanzenschub nach links gerichtet. Da es oft vorkam, wurde der Leiter des wertvollen Showpferdes durch die Stirn eines Stahl- oder Lederpferdes beschützt, der Brustkorb durch einen Spezialtank, die Fürbitte.

Es war auch verboten, in die Fesseln oder Zäume des Gegners zu fassen. Am 1. Mai 1224 soll Ulrich von Lichtenstein an einem Tag 30 Lanzetten erstochen und am darauffolgenden Tag weitere 25 Lanzetten gegen sechs Kontrahenten eingenommen haben. War die Messerstecherei erfolglos oder waren beide Ritter vom Ross gestürzt, konnte der Streit zu Fuss fortgesetzt werden.

Sie schlugen sich dann mit dem Schwert, bis einer der beiden Ritter aufgab. Die Messerstecherei mit einer stumpfen Lanze kam dem ehemaligen Turnier am nächsten. Sharp Racing hingegen ist ein Bestreben, das Turnier wieder risikoreicher und aufregender zu machen. Es ging trotz der spitzen Waffe weniger darum, den Gegenspieler zu verletzen und das Tier zu erstechen, sondern einen kleinen runden Schild, den sogenannten Rennwagen, zu schlagen oder abreißen.

Dieser war aus Linden- oder Buchenholz und wurde an der Turnierpanzerung im Truhenbereich angebracht. Die Krönung der Spiele war Turnej, ein Kampf, an dem viele Ritter teilgenommen haben. Am Tag vor dem Turnier ernannten die Organisatoren zwei Gruppenleiter, einen "Herausforderer" und einen "Verteidiger". Die meisten von ihnen waren Edelmänner, die eine Gruppe von Ritter unter ihrem Banner versammelten.

Die Turnierbesucher (Kroijiere) fuhren am Morgen des Turniers durch das Ritterzeltdorf und sammelten die Jäger ein. Tatsächlich war die Gemeinde gegen diese Wettkämpfe, konnte aber die Popularität der Wettkämpfe nicht vernachlässigen, da sie speziell für die Evangelisation auf die Ritter angewiesen war. Vor jedem Turnier findet also eine Veranstaltung statt.

Möglicherweise haben die Pfarrer die Möglichkeit genutzt, in das Bewusstsein der Turnierritter zu sprechen. Danach ritten sie zum Turnierplatz. Der Kroijière stellte die Einzelteilnehmer den angesehenen Ladies und Gentlemen auf der Tribüne und dem anderen Fachpublikum rund um das Turniergelände vor. Der zum Turnier zugelassene Ritter wurde durch ein simples Wahl- oder Auslosungsverfahren zwischen den beiden Anführern aufgeteilt und stand sich unter seinem Banner auf beiden Seite des markierten Turniers gegenüber.

Sie proklamierten die Turnierordnung und boten den Besuchern an, sich nicht in die Schlachten zu mischen. Ab und zu öffnete sich ein Turnier der beiden Führer von Turni. Die Trompete gab dann das Signal für den Streit und beide Teams explodierten mit eingesteckter Linse gegeneinander. Ähnlich wie beim Turnier platzten die Laternen und die ersten Fahrer stürzten aus dem Sattelgurt.

Dabei waren die Fahrer, die im Pferdesattel blieben, an einander vorbeigefahren und standen nun auf der "Seite der Gegner". Während dieses Manövers konnten sie eingekesselt und eingefangen werden. Jeder, der noch im Besitze seiner Speerspitze war, hat versucht, einen verteidigungsfähigen Gegenspieler mit einem neuen Versuch aus dem Rücken zu erstechen oder schutzlose Ritter zu fangen.

Weil die Lanzensteuerung, die Abdeckung des Reiter und die Steuerung des Reitpferdes unterschiedlich waren, je nachdem, ob man den Gegenspieler in der Truppe nach einem langen Versuch angegriffen (stab zem puneiz), von der Flanke angegriffen (Stich ze triviers, à travers) oder ihn sogar verfolgt (Stich zer volge). Außerdem machte es einen großen Unterschied, ob man seinen Gegenspieler mit einem Kurzangriff (stab z'entmouten) oder mit einem breiten Ansatz (stab ze rhter tjost) ansprang.

Die Männer, die von ihren Pferden fielen, waren besonders gefährdet, wenn ihre Gutsbesitzer (Muldenkipper) sie nicht in der Lage waren, sie fristgerecht aus dem Turniergelände zu holen. Die erste Runde war vorbei, als eine Truppe keinen Ritter mehr im Rücken hatte. Anschließend führten andere Ritter beider Gruppierungen den Lanzenkrieg fort, bis die gegnerische Mannschaft so stark durch die Ergreifung von Einzelpersonen abgeschwächt wurde, dass sie den ersten Teil der Gymnastik beenden musste oder ein Trompete-Signal von der Turnmanagement.

Die Lanzenschlachten konnten viele Wochen andauern, da die Ritter das Pferde- und die Lanzenwechsel recht hatten und sich erfrischten. Diese durften das Turniergelände zwar betreten und sich im Baumschatten erholen, mussten aber in der Nähe sein. Sie arrangierten sich, die Gutsherren gaben das meistens langweilige Turnier-Schwert in die Hände ihrer Ritter und nun schossen sich alle aus beiden Gruppierungen gegenseitig an.

Schwertkämpfe wurden von Reitern, die im Namen der Liebe oder Würde gekämpft haben, als unwürdig angesehen und wurden in einigen Wettkämpfen unterlassen. Aber neben diesen "edlen" Reitern stritten auch hartgesottene Kampfpferde, die sich ganz auf ihr eigenes Degen und die Kraft ihrer Rosse stützten und nur wegen der Beutestücke in die Gymnastik gingen.

Man versuchte mit allen möglichen Methoden, den Feind auszuschalten, seinen Schutzschild in Teile zu schneiden, ihm das Degen aus der Hand zu drehen, ihn mit Schlägen auf den Sturzhelm zu überwältigen, ihm den Sturzhelm vom Haupt zu stoßen oder ihm die Leine aus der Handzureißen. Der Knappe, der einen Schlagstock in den Barrieren tragen durfte, hatte das explizite Recht, das gezügelte Reitpferd mit Schlägern vom Turnierplatz zum Meisterzelt zu fahren.

Damit sich die Häftlinge entzünden können, zeigt sich dies in modernen Turniervorstellungen, einem erbitterten Kampf, Druck und Druck. Es dauerte bis ins fünfzehnte Jh., bis die Literatur des Turnierbuchs aufblühte. Zu den berühmten Turnierbüchern des sechzehnten Jh. gehören das Turnierverzeichnis Augsburg (1518), das "Handbuch eines Christenritter " von Rotterdam (1520), das Rüxner Turnierverzeichnis (1530) und das Turnierverzeichnis des Herzogs Wilhelm VI. von Bayern (1541).

Jeder, der während der Turniere gefangen genommen wurde, musste dem Gewinner "Sicherheit geben", d.h. er musste ihm in der Regel Pferde und Rüstungen schenken oder ihm einen Betrag schulden, mit dem er sich einlösen konnte. Viele Ritter, die Pferde und Rüstungen verlor en, hatten nicht genug Kleingeld, um die kostspieligen Sachen der Ritter zu tauschen, und so begannen sie, im Vorfeld des Turniers eine entsprechende Geldsumme festzusetzen, mit der sie sich frei kaufen konnten.

Edle Ritter von Rang und Namen befreiten ihre Häftlinge großzügig oder spendeten das Lösegeld den Bedürftigen. Wenige edle Ritter sahen in Turnieren vor allem eine Einnahmequelle. Von Turnier zu Turnier gingen sie, holten so viele Häftlinge wie möglich und erreichten mit den Lösegeldern und dem Verkauf der eingefangenen Rüstung und der eingefangenen Rosse zum Teil beträchtliche Reichtümer.

Dem berühmten "Turnierprofi" Ritter William Marshall wird nachgesagt, dass er 103 Ritter im Laufe von zwei Jahren erobert hat. Auf dem Turniergelände trafen auch hier zwei unterschiedliche Partys aufeinander. Die Fahrer hatten das Bestreben, die Helmschmuckstücke ihrer Kontrahenten mit einem Piston oder einem Stumpfschwert abzulegen.

Der sich auf dem Turniergelände zu einer ritterlichen Aktion entführen liess, oder trotz nicht überholter Helmshow nur am Turnier teilgenommen hat, konnte unabhängig von seiner sozialen Position geschlagen werden " bis ihm das Gurtzeug vom Körper fiel". Der Täter und sein Reiter wurden dann auf die Barrieren gelegt, wo er bis zum Ende des Wettkampfes als Bestrafung verbleiben musste.

Seine Schwerter und Rüstungen gingen an die Verkünder oder die Turnierdiener. In diesen wohl nicht sehr "ritterlichen" Auseinandersetzungen ging es vor allem um körperliche Anstrengung und weniger Geschick. Im " Freidal's Tournament Book " werden die verschiedenen Genres erwähnt. Mit Fanfarenschlägen kündigten die Verkünder das Ende des Turnieres an.

Der Turniergewinner war derjenige, der die meisten "Feinde" von seinem Pferderücken genommen und die meisten "Gefangenen" im Lanzen- und Schwertstreit gemacht hatte. Vor der Tribüne stand der Sieger des Turniers, wo ihm wohl eine adlige Frau unter großen Applaus die Krone des Sieges auf den Kopf stülpte. Die Höhe des Preises entspricht der Großzügigkeit des Veranstalters. Die wahren Ritter kämpften sowieso durch die Vrouwen[und] durch ere, und nicht durch äh.....

Der Wettkampftag endete in der Regel mit einem festlichen Festmahl im Schlosspalast oder im Rathaus. Sie war ein entschlossener Gegenspieler des Turniers. Den Turnier-Teilnehmern beschuldigte sie vergebliche Selbstdarstellungen und vor allem die mit dem Turnier einhergehenden Freuden und Erlebnisse. Sehr misstrauisch gegenüber der Gemeinde war auch die Anbetung einer Ehefrau im Kontext der Ritterliebe.

Der " Gerechtigkeitskrieg " der Kreuzfahrer gegen " die Nichtchristen " fand natürlich Anklang. 1130-1143 ) verbot auf dem Zweiten Rat von Clermont 1130 "die Veranstaltung jener schändlichen Geschäfte oder Feste, auf denen sich die Ritter nach ihrer Angewohnheit treffen, um ihre Stärke und Tapferkeit zu bewerten, was oft zum Tod der Menschen und zur großen Gefährdung der Seele führt".

Der Ritter, der bei einem Turnier sein eigenes Opfer verloren hat, hat das Recht auf den Trost der Gemeinde, sollte aber nicht in der geweihten Welt untergehen. Obgleich auch die späteren Räte (1139, 1179 und 1193) die Wettkämpfe bemängelten und davor gewarnt hatten, dass der während eines Wettkampfes ermordete Ritter sein ewiges Glück verlieren würde, zeigte die Drohung der Kirchen wenig Erfolg.

Der Turnierdrang der Prinzen und Ritter und ihre Begeisterung für den festlichen Glanz waren immens. Im Jahre 1275 rief Gregor X. den Habsburger Koenig Rudolf auf, die Wettkämpfe im Kaiserreich zu bannen. Er selbst war jedoch ein großer Fan des Turnieres und hat mehrfach mitgespielt.

Andererseits konnte die Gemeinde ihre Strafandrohung nicht in die Tat umsetzten, weil eine Massenexkommunikation das Rittertum so stark geschwächt hätte, dass den Kreuzfahrerheeren die Jagd nach Kämpfern ausging. 1316 trat die Gemeinde zurück und Johannes XXII. (1316-1334) hebt das Verbot von Kirchenturnieren auf. Ungeachtet aller Regeln des Turniers waren die Fights nicht ungefährlich.

Stumpfe Speere oder Schwert können den Feind ernsthaft beschädigen oder sogar umbringen. Doch die meisten Ritter wurden verletzt, weil sie von ihren Pferden fielen, in den Wirren der Pferdehufe getrampelt oder unter ihren verschlossenen Sturzhelmen im Strudel des Staubes erstickt wurden. Auf der Liste der bei diesem Turnier gefallenen Männer stehen nur einige Beispiele: 1095, beim ersten historischen Turnier in Flandern, verstarb einer: Grafen Heinrich III. von Loewen verstarb durch eine Lanze direkt in sein Inneres.

1175 Der Grafen Konrad, Markgraf Dietrich von Lausitz, wurde bei einem Turnier am17. November durch einen Lanzenschlag umgebracht. "Die Chronistin des Montis Sereni Kloster bei Halle beklagte: "Dieses vergängliche Wild ist so sehr zu uns gekommen, dass in diesem Jahr bereits sechzehn Ritter in Sachsen gestorben sind.

"1176Markgraf Dietrich von Meißen stirbt in Wettkämpfen. Im Jahre 1186 verstarb Geoffroi Plantagenet, König Heinrichs II. von England. 1186Ein großer Bruder von Richard Löwenherz stirbt bei einem Turnier in Paris, als er von seinem Ross fällt und von einem anderen Schlachtross zertreten wird. 1194Herzog Leopold V. von Österreich ist beim Turnier in Graz vom Pferderücken gefallen.

Obgleich es amputiert wurde, verstarb der Fürst kurz darauf an Gangrän. 1196 kamen Grafen Florenz von Hennegau und Philipp von Boulogne im Rahmen eines Wettkampfes ums Leben. 10. 1234Der holländische Grafen Florentius hat bei einem Turnier in Cambrai sein Dasein verloren. 1240In einem Turnier in Frankreich sollen viele Ritter durch die Wärme und den Staub auf dem Turniergelände kläglich erdrückt worden sein.

1241An einem Pfingst-Turnier in Neuss ersticken 60 Ritter durch die Wärme und den Staub auf dem Turniergelände. In einer dritten Reportage wird erzählt, dass sich die Ritter auf einmal "vom Irrsinn gepackt" haben und 80 Fürsten zu einem schändlichen Ende kamen. 1242Johann von Brandenburg musste sein ganzes Können auf dem Turniergelände einsetzen. 1279Herr Landsberg erstickt bei einem Turnier in Straßburg.

1290Tod des Herzogs Ludwig II. von (Ober-)Bayern beim Turnier zum Reichstag in Nürnberg im November. 1290. Die Nürnberg-Chronistin Meisterlin berichtete, dass sich die Prinzen des Imperiums "ritterliche Schelte und Spiele mit Stichen, Wettkämpfen und Laufen sogar umwerfend" gegeben hätten. An diesem Turnier hätten sich der Fürst von Bayern und Albrecht von Hohenlohe getroffen.

1295Herzog Johannes I. von Brasilien, der die bekannteste Schlacht der Welt im Jahre 1288 gegen die Prinzen gewann, starb auf unglückselige Art und Weise bei einem Turnier in Bar-le-Duc. 1296William Montague wurde von seinem eigenen Familienvater bei einem Turnier umgebracht. 1297Johann von Isenburg stirbt bei einem Turnier in Koblenz.

1403 Bei einem von Johann dem Grafen von Katzeelnbogen organisierten Turnier in Darmstadt starben 17 Franken und neun Hessen, als beide Seiten einen echten Disput auf dem Turnierplatz hatten. 1559Eines der jüngsten Opfer des Turniers, der Franzose Heinrich II., wurde am 30. Juni 1559 in Paris durch den Lanzenschlag des Kapitäns G avriel de Lorges, später Grafen Montgomercy, umgebracht.

Jh. wurden die Bürger des niederen Adels und die Kaufleute über die königlichen Aufstände in den Adelsstand erhoben. Zur Abgrenzung von diesen sozial aufstrebenden Aristokraten und zur Erhaltung ihrer traditionellen Ritterschaft haben die alten Aristokraten ausschließliche Turniervereine gegründet. Jh. können wahrscheinlich auf eine alte Überlieferung zurückschauen, aber präzisere Angaben zur Ursprungszeit gibt es nicht.

Der bekannteste und älteste Turnierverein, der "Sternerbund", wurde 1265 in Basel ins Leben gerufen. Weitere Turniervereine erhielten Bezeichnungen wie der Fische, der Falke, die Königskrone, das Kreuz, der Wolf, der Esel und die Bär. Bei edlen Turnieren konkurrierten die Turniervereine, die sich aktiv an Politikdiskussionen und Militäreinsätzen beteiligt hatten, als unabhängiges Gremium.

In Turnieren zeichneten sie sich vor allem dadurch aus, dass sie ihre eigenen Kämpfe auf der Grundlage des Turniers der legendären Arthurianischen Ritter organisierten. Sie haben die Rolle der Ritter der "Tafelrunde" aus der Artussage übernommen. Jh. lebte der legendäre König Artus von Cornwallis und wurde nun zum Götzenbild des adligen Volkes, das zum "alten" Ritterstand verhaftet wurde.

Bereits Ende des dreizehnten Jahrhundert begann der niedere Hochadel in den Großstädten, wie der Altadel, sich der Leidenschaft für das Turnier hinzugeben. Weil sie bei den Wettkämpfen des alten Adels wenig litten und oft die Zulassungsbedingungen, Wappenausstellung und Ahnenprüfung nicht erfüllen konnten, organisierten sie selbst Wettkämpfe. In Niederdeutschland beispielsweise wurden urbane Kämpfe ausgetragen, die sehr an die Artus-Feste der Turniervereine erinnerten.

Die Gralskampfspiele der Herren von Magdeburg, der Constables, Ende des dreizehnten Jahrhundert, zu denen "alle Händlerinnen und Händler geladen waren, die das Rittertum ausüben wollten", gehörten ebenfalls zu diesem Zirkel. Die städtischen bürgerlichen Wettkämpfe verliefen ähnlich wie die des Landes- und Hofadelns. Einige Handskizzen aus dem fünfzehnten Jahrhundert zeigen Bauernkämpfe in Wettkämpfen, die auf ungeschickte Art und Weisen zu sticheln und zu kämpfen haben.

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