Ritterspiele im Mittelalter

Mittelalterliche Ritterspiele

Die Ritter kämpfen auch in Turnieren. Dieses Wochenende können Sie zurück ins Mittelalter tauchen. Die Zugbrücke überqueren und Sie werden vom König und seinen treuen Rittern zu Ihrem Platz in der großen mittelalterlichen Arena begleitet. Das Mittelalter hat eine magische Anziehungskraft für Jungen und Mädchen. Mittelalterliche Märkte und Ritterspiele sind seit den 1980er Jahren in Deutschland sehr erfolgreich und zu einer echten Bewegung geworden.

Ritterspiele und Mittelaltermärkte gehören der Vergangenheit an // Osthessen|News

Hessischer Reiterbund und Das Kunstwerk haben angekündigt, dass sie sich mit sofortiger Wirkung von allen Ereignissen auf Schloss Herzberg zurückziehen. Das Kunstwerk und der Hessenritterbund beenden damit eine achtzehnjährige Kooperation mit der Dörnberger Stiftungsburg Herzberg. Aus einem kleinen, beinahe familiären Ereignis wurde schnell eines der grössten und berühmtesten mittelalterlichen Ereignisse in Deutschland.

Das war nur möglich dank des Ideals einer Menschengruppe, die das Herzberger Schloss Jahr für Jahr auf die Ritterspiele vorbereiteten. Obwohl das Areal von Schloss Herzberg ein einmaliges Flair hat, ist es aufgrund seiner schlechten infrastrukturellen Voraussetzungen für Großveranstaltungen ungeeignet. Weil es weder genügend Parkplätze unmittelbar am Schloss gibt, noch die einzig mögliche Zufahrt zum Schloss ist, mussten die Gäste mit einem Bus-Shuttle-Service von einer speziell gemieteten Weide 2 Kilometer unterhalb des Schlosses zum Veranstaltungsareal gebracht werden.

Weil die Wasser- und Brandschutzanlage für Events zu schlecht war, mussten Tanklastwagen zur Verfügung gestellt und mobile Chemie-Toiletten angemietet werden. In Schlechtwetter- und Feuchtwiesen mussten oft Besucher- und Aktivfahrzeuge abgeschleppt werden. Darüber hinaus waren viele offizielle Zulassungen, teilweise mit hohem Anspruch, für die Ausführung der Messe vonnöten.

Das gesamte Gebiet musste eingezäunt werden, um zu vermeiden, dass Menschen in den angrenzenden Wäldern eindringen. Die Stadt Breitenbach am Herzberg hat zwar für die Aktion geworben und die Wiederbelebung der Gegend sowie die Einkünfte aus Bewilligungen etc. gern angenommen sie war aber nicht gewillt, die Ritterspiele und deren Organisatoren im Gegenzug zu unterstützen.

Schon seit einiger Zeit waren die Veranstalter mit dem verhältnismäßig teuren Eintritt nicht zufrieden, denn man wollte das Mittelalter für die Familie mit Kind miterleben. Von Anfang an war die Finanzierbarkeit, auch aufgrund der Wetterabhängigkeit, immer ein großes, privates Unterfangen. Weil weder die Gründung noch die Gemeinschaft einen finanziellen Beitrag leisteten und die Suche nach Förderern durch das strukturell schwache Gebiet weitestgehend scheiterte, mussten die Gesamtkosten durch Aufnahmegebühren erstattet werden.

Die Ereignisse hätten ohne die vielen hundert Stunden für das Schloss nicht all die Jahre und vor allem nicht in diesem Ausmaß dauern können. Aber nicht nur die Ereignisse bedeuten Arbeiten. Immer wieder wurden die Wände der Schlossanlage von Gras und Vegetation gereinigt, ein Toilettenhäuschen außerhalb des Schlosses gebaut, die umgebende Mauer des Gartens gebaut, Wasserrohre gelegt, instand gehalten und wiederhergestellt.

Dies alles wurde durch die langjährigen Arbeiten vieler Schlossfreunde ermöglicht, die - letztlich auch für die Freiherrnlich von Dörnberg'sche Stiftung Burgherzberg - auf freiwilliger Basis, d.h. ohne Entgelt, durchgeführt wurden. Im Anschluss an die letzte Aktion gab es unüberbrückbare Differenzen zwischen der Freien Dörnberger Dörnberg'schen Stiftung Burgherzberg und den Organisatoren über die Form und Umsetzung der Kooperation.

Mit einem neuen Gesamtkonzept wollten die Artefakte und der hessische Rundfunk dem Zuschauerverlust jahrelang entgegenwirken, was aber schon nach einem Jahr am Einspruch der Schlossbesitzer gescheitert ist. Für die schwache Zuschauerzahl machte die Organisation das Gesamtkonzept verantwortlich, während die Organisatoren das Schlechtwetter und die fehlende Reklame als problematisch eingestuft hatten.

Jetzt haben die Betroffenen beschlossen, keine weiteren Events auf Schloss Herzberg abzuhalten. Damit sind Ritterspiele, Frühlingsmarkt, Christkindlmarkt und unglücklicherweise auch das populäre Schülerprogramm, die "Kinderwochen", beendet. "Man muss aber auch wissen, wann eine Epoche zu Ende geht.

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