Ritterspiele Mittelalter

Mittelalterliche Ritterspiele

An den Ritterspielen von Frauenstein erwartet den Besucher eine Zeitreise ins Mittelalter. Ritterspiele, Ritterspiele, mittelalterliches Spektakel, Hamster, Scharlatan, Osterfest, Naschmarkt, Wittenberg. Die Ritterspiele - Zeitreise ins Mittelalter. Das Ritterturnier, Bühnenshows, mittelalterliche Köstlichkeiten, mittelalterliches Handwerk und Kinderunterhaltung im Georgengarten. Neueste Nachrichten und ausführliche Berichte über das Mittelalter + Ritterspiele.

Ritter Spiele und Mittelaltermarkt - Braunau

Schwertkampf, Feuershow, historischer Gesang, mittelalterlicher Markt und Gaumenfreuden erwarten Sie. Händler, Jongleure, Springer, Musiker und Musiker entführen vom 28. August bis einschließlich 31. März in eine andere Epoche auf der Burg Frauenstein. Samstags und sonntags um 15 Uhr können Sie die Ritterkämpfe miterleben. Start am Freitag von 17 Uhr, samstags und sonntags ab 10 Uhr.

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mw-headline" id="Turniere_im_Mittelalter">Turniere im Mittelalter

Die mittelalterlichen Wettkämpfe waren Kampfturniere, die sowohl der Ausbildung als auch der Vorführung der ritterlichen Rüstungskunst unter Einhaltung gewisser Spielregeln diente. Seine ursprüngliche Militärfunktion verliert im XV. Jh. an Gewicht. Der Schwerpunkt lag nun auf der rituellen Gestaltung im Kontext von Hoffesten. Im späten Mittelalter wurden in Frankens und Schwabens edle Turniervereine gegründet, um für das Turnier zu werben.

Jh. keine Bedeutung mehr hatten, gab es im XVI. und XVII. Jh. noch Duelle und - statt der Parodie - Turnierschlachten von kostümierten Teilnehmern. Die mittelalterlichen Wettkämpfe waren Kampfturniere, die sowohl der Ausbildung als auch der Vorführung der ritterlichen Rüstungskunst unter Einhaltung gewisser Spielregeln diente.

In einem Duell zwischen Männern (Tjost) oder in grösseren Kampfgemeinden (mit Waffen) lieferten sich zwei Reiterparteien einen Kampf: Die Startregion des Wettbewerbs war Nordfrankreich, von wo aus die ersten historischen Dokumente aus dem Anfang des zwölf. Jahrhunderts stammen. Schnell verbreitete sich das Spiel nach Mitteleuropa (Nachricht von Otto von Freising[regiert 1138-1158] über ein Würzburgisches Tournier von 1127; Hauptmann von 1184 unter Friedrich Barbarossa[regiert 1152-1190]).

Das kirchliche Verbot der Wettkämpfe wegen der Gefährdung von Körper und Geist der Teilnehmenden trat im späten Mittelalter in den Hintergrund, da es nur in Ausnahmefällen zu tödlichen oder schweren Unfällen kam, außer während des Rennens mit scharfkantigen Gewehren. Der ursprünglichen militärischen Aufgabe der Ausübung der ritterlichen Kampffähigkeit kam im XVI. und XVI. Jh. keine mehr nach.

Neben den sportlichen Erfolgen spielte dagegen die Ritualinszenierung im Zuge von Hoffesten mit weiblichem Publikum, die anschauliche Verfolgung eines Gentleman oder der geübten Kampfgemeinschaft, die Konfliktentscheidung im Duell und der Beweis, dass die eigene Persönlichkeit oder das eigene Geschlecht zum entsprechenden Adeligen gehört, eine immer größere Bedeutung.

Als Austragungsort der Wettkämpfe dienten in der Regel Großstädte, denn allein hier gab es genügend Möglichkeiten, alle Beteiligten und ihre Begleiter, aber auch ein genügend großes Zielpublikum zu versorgen. Tjosts (Duelle) finden im Rahmen von höfischen Festen und als ritterlicher Gerechtigkeitsfund vor allem in den altbayrischen Wohnorten und in der Hohenzollernresidenz Ansbach statt, so in Ansbach in enger Abfolge in den 1470/80ern, in Amberg zur Trauung von Pfalzkurfürst Philipp von der Pfalz (reg.

1476-1508 ) 1474 und in Landshut beispielsweise an drei Tagen während der besonders prachtvoll angelegten Landhaushochzeit von Herzog Georg (r. 1479-1503) mit der Tochter des Königs von Polen 1475. Vor allem aus Augsburg wurden neben einigen Gravuren unter den Stadtbewohnern auch eine Anzahl von Duellen zwischen Adeligen übergeben, die dort eine Plattform zur Messung ihrer Macht oder für eine solche Rechtsprechung vorfanden.

Jahrhundert entwickelte sich in Nürnberg die Überlieferung der sogenannten Gesellen des Patrizieradels, von denen sich der Landesadel weitestgehend fern hielt. Die ersten Meldungen über nationale Massenturniere des südwestdeutschen Ritterordens der Vierländer (d.h. aus Schwäbisch, Fränkisch, Bayern und dem Rhein) wurden ab 1434 aus Nürnberg und Regensburg weitergegeben und stehen auch im Bezug zur Ritterfreundlichkeit des Kaisers Sigmund (Herrschaft 1410-1437).

Die Wettkämpfe der 1430er Jahre und vor allem die großen Vierländer zwischen 1479 und 1487 waren wichtige Geschehnisse in der Geschichte des südwestdeutschen Adels. Im Regelfall nahmen die Springer an diesen Wettkämpfen in landschaftlich reizvollen Abschnitten und unter den Bedingungen ihrer Vereine, teilweise aber auch in Begleitung von Prinzen teil. Der genossenschaftliche, regionaler Aufbau der Ritterturniere ist eine besondere Eigenschaft des späten Mittelalters und Teil einer weitreichenden Genossenschaftsbewegung des Adeligen.

Oft unter Beteiligung von Herrschern und Herrschern, selten auch von Prinzen, schlossen sich die Springer zusammen, um sich gegenseitig im Wettbewerb zu stützen und gemeinsame Wettkämpfe zu organisieren. So schützten sie die Interessen des Rittertums über den städtischen Adel ("Patriziat") und über fürstliche Privilegierte oder andere Aufsteiger. Bereits 1387 in Schweinfurt gegründet, war die Promotion des Ritterturniers ein bedeutendes Anliegen einer gemeinnützigen fränkischen Rittergesellschaft.

In dieser Turnierreihe kam es zu einer gewissen Polarisation im Frankenritteradel, indem sich die neue Bärengruppe mit dem Markgrafen Albrecht Achilles von Brandenburg-Ansbach (r. 1440-1486) zusammenschloss, der auch bei den Wettkämpfen eine führende Rolle für den Adeligen in ganz Frankens einnahm. Im Schwabenland waren es vor allem die Fish and Falcon-Gesellschaften, die Turniere veranstalteten.

Altbayerischer "Turnieradel" Die Lage in Old Bavaria war anders als in Frankens und Schwäbens. Isolierte, schnelllebige Vereine wurden mit dem Ziel gegründet, Turniere zu organisieren (Hirsch und Rüde 1408). Turniergedichte des fünfzehnten Jh. (Autoren: Johann Holland; Jakob Püterich von Reichertshausen[ca. 1400-1469]) führen einen recht beständigen Geschlechterbestand auf und reflektieren damit eine Sonderstatusgruppe des Ritteradels, die sich als bayrischer Turnieradels im engen Sinn auszeichnet.

Diese im Fürstentum längst errichteten Herzogtümer wollten ihre Beteiligung an den großen Ritterturnieren zu einem Differenzierungsmerkmal gegen aufstrebende neue Geschlechter und gegen die vielen kleinen Adligen des Landes machen, die dort nicht eingelassen wurden. Ab 1487 gab es kaum noch Ritterturniere. Doch die im Umfeld des Ritterordens entstandenen Wettkampfbücher bewahrten die Erinnerungen an die großen Wettkämpfe des späten Mittelalters.

Jahrhundert von Michel von Ehenheim (um 1462/63-1518), Signor von Gebsattel, das Wettkampfbuch von Eyb dem Jüngeren (um 1450-1521) sowie die Regenbuchersche und das Neue Turnierkalender sind hier zu erwähnen. In diesen Turnierbüchern von Rixner werden Daten und beteiligte Spieler der fiktiven Wettbewerbe von Heinrich I. (reg. als ostfränkischer Herrscher 919-936) bis hin zu den geschichtlich dokumentierten Wettbewerben des XV. Jh. überliefert.

Damit wurde eine gemeinsame Historie des südwestdeutschen Ritterordens geschaffen, die auf diese Weise altersgemäß mit den Familien des Hochadelsgeschlechts der Prinzen, Graf en und Herrscher mithalten konnte. Die Turnier-Tradition stärkt damit die eigene Ritterlichkeit, die sich immer mehr als frei vom Reich versteht und sich einige Dekaden später, mit Ausnahmen der bayrischen Ordensritter, zum Reichsrittertum zusammenschließt.

Der ehemalige Turnieradelsstand in Bayern lebt nur noch als eine Form der traditionellen Auslese weiter, die im Gegensatz zum fränkischen und schwäbischen Adeligen weder im XV. Jh., in der Zeit der großen Wettbewerbe, noch später zu einer längerfristig selbständigen Vereinigung außerhalb des Fürstentums gelang. Im Gegensatz zu den ungeübten Massenturnieren bilden Duelle (Rennen und Playoffs) auch im sechzehnten Jh. einen festen Bestandteil der Hoffeste.

Vor allem an fürstlichen Höfen und im Reichstag, zum Teil nach burgundisch- westlichem Muster, für dessen Schlichtung Maximilian (regiert 1486-1508) eine bedeutende Stellung einnahm, wurden Ritterkämpfe in vielen Variationen präsentiert. In der ersten Jahreshälfte des sechzehnten Jh. entstehen auch Wettkampfbücher nach dem Modell des Kaisers Maximilian ("Freydal"), die die Errungenschaften der einzelnen Prinzen in Ritterduellen sammeln (z.B. "Turnierbuch Herzog Wilhelms III. von Bayern[reg. 1508-1550]).

Jahrhunderts mehr und mehr solche Aufgaben, bei denen die Beteiligten ihre Geschwindigkeit und Beweglichkeit unter Beweis stellen mussten, z.B. um einen hängenden Kranz im Vorbeigehen mit einer Speerlanze zu schlagen oder/und mitzunehmen ("Ringpiercing"). Es wurden auch Fußkämpfe eingebunden und die Wettkämpfe der kostümierten Spieler zu Theateraufführungen umgestaltet.

Ausführliche Reportagen aus München über die Wettkämpfe aus Anlass der Trauung von Herzog Wilhelm V. (regiert 1579-1597) mit Renata von Lothringen (1544-1602) im Jahre 1568. Eimer, in denen die Grotesken gepolsterten Jäger eimerförmige Sturzhelme tragen, eine Turnierparodie von kostümierten Jägern im Abendbankettsaal und ein freies Turnier mit spitzen Gewehren sowie eine sogenannte Krönung am Ende, bei der eine Spitze am Ende der Speerspitze das Durchdringen in das Helm-Visier des Gegenspielers verhindert.

Von weiteren Turnieren im Zusammenhang mit den Münchner Hoffestspielen wird 1603 und 1613 berichtet. Inzwischen waren sie neben anderen Aspekten, die oft der alten Dichtung und Sagenwelt entlehnt waren und teilweise auch von Mitgliedern des Hofs aufgeführt wurden, Teil einer lehrreichen und unterhaltsamen Aufführung. Die Turnierere der vier Lande: Der Genossenschaftliche Hof und Selfbehauptung des niederen Adels, in: Journal for the History of the Upper Rhine 142 (1994), 83-102nd Helen Watanabe-O'Kelly, Triumphall Shews.

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