Sesamstraße Fernsehen

Fernsehen Sesamstraße

In der Sesamstraße ist es bunt, manchmal schrill, und sie basiert auf pädagogischem Ernst. Junge Zuschauer scheinen zumindest vom Kinderprogramm Sesamstraße zu profitieren. Die "Sesamstraße" wurde nie im österreichischen Fernsehen gezeigt. Das Fernsehen war der Anlass für Koninklijke Zilverstad, eine neue Kollektion.

Von Michael Reufsteck und Stefan Niggemeier (ab 2005): US-dt. Kindergartenprogramm ("Sesamstraße"; seit 1969).

Von Michael Reufsteck und Stefan Niggemeier (ab 2005): US-dt. Kindergartenprogramm ("Sesamstraße"; seit 1969). Hier werden alltägliche Geschichten von Kindern, Erwachsenen und Püppchen aller Größenordnungen erlebt und gelernt. Sesamstraße ist für Vorschulkinder bestimmt. Die Show vermischt reale Szenen und Cartoons und macht Marionetten richtig groß, und zwar die "Muppets" von Jim Henson:

Ernies und Bert, die zusammenleben und in deren Bildern Ernie's quietschende Ente immer wieder erscheint, ohne die er nie baden kann; er ist der Frösch als Berichterstatter der Sesamstraße oder als Aufklärer, der an der Stumpfheit der Ungeheuer zweifelt; das hauchdünne blau ungeschickte Ungeheuer Grobi, manchmal auch als tollpatschiger Supergrobi; das dichtblaue, immer nur "Kekse" gegessene Krumenmonster!

Sesamstraße war ein kultureller Schock für Deutschland und bezwang die deutsche Leinwand in mehreren Etagen. Das Programm der US-Gesellschaft Children's Television Workshop (CTW) wurde bereits 1970 mit dem vom Land Bayern, der Landeshauptstadt München und dem Bayrischen Fernsehen initiierten Preis der Bundesrepublik Deutschland (Prix Jeunesse) ausgezeichne.

In der Folgezeit hat der BR jedoch den größten Widerwillen gegen das Projekt gezeigt. Die Sesamstraße war aber auch unter den anderen ARD-Sendern sehr kontrovers. Die Sesamstraße wurde vom Bayerischen Lehrerverband als "Werbe-, Übungs- und Überzeugungsprogramm" bezeichnet. Die Sesamstraße wurde zum ersten Mal am 11. September 1972 synchronisiert ausgestrahlt, mit eigenen deutschsprachigen Sendungen ab dem 12. Februar 1973, zunächst nur morgens auf NDR, RB, HR und WDR und am Nachmittag auf den dritten Kanälen von NRW und HR, SDR, SR und SWF im Laufe des Jahres.

Die ersten 250 Episoden beinhalteten die berühmte New Yorks Straßen- und Hinterhofszene, unter anderem mit dem großen Gelbvogel Bibo, dem mürrischen Oskar und den Menschen Susan (Loretta Long), Gordon (Roscoe Orman), Bob (Bob McGrath) und Mr. Hooper (Will Lee). Später erst besteht die Sesamstraße aus halb tituliertem amerikanischen und halb deutschem Filmmaterial, darunter Erzählungen aus dem Alltag eines neun Jahre alten Blondschopfes namens Markus Krüger und Filmbeiträge, die teilweise mit der Mouse aus dem Programm entnommen wurden.

Vom Pauken der Briefe hin zum gesellschaftlichen Unterricht verschob sich der Fokus, und das Programm erhielt eine Rahmengeschichte mit reinen Marionetten und Moderatoren: Samson, ein Bären mehr als die Größe eines Menschen, in dessen Kostümen, wie in Bibo, ein Darsteller war, und der rosafarbene Vogel Tiffy, ebenso wie Lilo (Liselotte Pulver) und Henning (Henning Venske).

Die Bibo und Oscar waren rar. Der Titelsong wurde auch eigens für Deutschland geschrieben: "Wer macht das, wer macht das, wer mag was, warum warum, wer nicht! "Später in den deutschsprachigen Teilen: die Weinbergschnecke Fuchs; der lästige Lord von Bödefeld (die erste Gestalt, die von einem Puppenmacher aus Deutschland stammt: Peter Röders; alle anderen wurden zusammen mit CTW entworfen und von der Firma Samson geschaffen); Samson's Verwandte Simson, die ihm ähnelte; Rumpel, eine leicht deformierte Variante von Oscar's Grieß; Pferde und Schafe.

An die Stelle von Lilo und Henning traten Uwe Friedrichsen, Ute Willing, Horst Janson, Manfred Krug, Ilse Biberti, Elisabeth Vitouch, Gernot Endemann, Hildegard Krekel und Kirsten Sprick. Im Jahr 2005 verließ Tiffy die Sesamstraße für immer. In der Sesamstraße findet man im Mittleren Orient den israelischen Igel Kippi und den Palästinenserhahn Karim, in Russland den Blauwaldgeist und in Südafrika den HIV-positiven Kami.

Allerdings hat sich die ursprünglich angedachte Bildungsidee zum Ausgleich von Lerndefiziten von Schülern aus sozial schwachen Verhältnissen weder in den USA noch in Deutschland bewährt. Untersuchungen haben gezeigt, dass das Programm vor allem in Privathaushalten mit höherem Bildungsniveau eingesetzt wird und dass das Kind ein Defizit nicht ausgleicht, sondern das vorhandene Wissen vertieft und seinen Erfahrungshorizont erweitert.

Im Laufe der Jahre wurde die Reihe auf diversen Slots ausgestrahlt, meistens auf dem dritten Kanal am Abend zuvor oder dem ersten Kanal am Morgen.

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