Sucht Spiele

Die Sucht Spiele

Aber anders als bei Alkohol und Drogen sprechen wir hier von einer "nicht an Substanzen gebundenen Sucht" oder von "übermäßigem Spiel". Die digitalen Spiele sind bei vielen Kindern und Jugendlichen beliebt. Zufallsspiele sind Spiele, bei denen das Ergebnis hauptsächlich durch Zufall bestimmt wird und bei denen man Geld einsetzen muss, um spielen zu können. Das Spielen hat uns von Kindheit an und unser ganzes Leben lang begleitet. Worin besteht die Faszination des Glücksspiels und wann wird es zur Sucht?

Erkennung und Verständnis der Spielsucht am Computer

"Sucht ist ein Problem, über das du nicht gern redest." Das von Filmen wie "Wir Kinder vom Bahnhof Tiergarten " in den 1980er Jahren geprägte Image stellt uns nur vor eine Art von Sucht: die Drogenabhängigkeit. Die Sucht nach Tabak, Alkoholika oder sogar Cannabis ist jedoch Teil des Alltags.

Die so genannten "weichen" Medikamente haben weniger den Horror einer Injektionsspritze - sind aber nicht weniger schädlich. Ähnlich wie der Schafswolf im Gewand ist gerade die Vermutung, dass diese Medikamente nicht so leicht suchterzeugend sind, eine große Bedrohung. Es entsteht eine physische Beziehung.

Doch nicht nur das Physische ist die Sucht, die durch Medikamente auslöst. Nicht weniger gefaehrlich ist die sogenannte psychologische Abhaengigkeit. Eine Sucht mit ausschließlich psychologischen Gründen ist die Glücksspielsucht. In der Glücksspielsucht entschädigt der Abhängige für psychischen Missbrauch durch Zocken. Weil es beim Spiel in der Regel nicht nur um eine Niederlage, sondern auch um Erfolg geht, empfindet der Abhängige das Spiel als eine gute Regelung seines vorhandenen Negativzustandes und empfindet eine gewisse Glückseligkeit.

Von nun an lernen die Menschen, psychologische Beschwerden nur noch durch spielerisches Verhalten zu regeln. Vor dem Hintergrund der modernen Konsumelektronik erhält das Themenfeld Glücksspielsucht eine ganz neue Ausprägung. Nicht umsonst wird dieses Problem zunehmend in den Massenmedien diskutiert. Dr. Sabine Grüners von der Arbeitsgruppe Interdisziplinäre Suchtforschung an der Berliner Universität erklärt bereits 2005: "Übermäßiges Computerspiel löst wahrscheinlich die gleichen Hirnstrukturen aus wie materielle Suchtstoffe.

"Erstmals hatten die Forscher in Berlin mit gehirnphysiologischen Studien gezeigt, dass exzessive Computerspiele zu einer Sucht werden können, die auf vergleichbare Wirkmechanismen wie z. B. Alkoholeinfluss oder Cannabissucht basiert. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler kommen auch zu dem Schluss, dass jeder zehnte Computer-Spieler die Abhängigkeitskriterien einhält. Sie ähneln denen von Cannabis-Süchtigen, etwa jeder zehnte wird süchtig.

Die Sucht verläuft ähnlich wie die oben beschriebene Spielsucht: Die Belohnung wird aktiv und die positiven Erlebnisse werden in einer Form von Suchterinnerung abgespeichert. Insbesondere für junge Menschen, die unbeschränkten Zugriff auf Spiele außerhalb der Einflussmöglichkeiten ihrer Eltern haben und mehrere Arbeitsstunden am Tag verbringen, besteht ein Risiko. Oft wird versucht, den Kindern durch das Spiel am PC zu entgehen.

Vor allem in der Adoleszenzphase, in der sich das Kind darauf konzentrieren sollte, seinen eigenen Platz in der Gemeinschaft zu finden und seine eigenen Ideen für die Zukunft zu entwerfen, kann die Flucht vor dem Problem in die Ordnung der virtuellen Welt katastrophale Konsequenzen haben. Doch wie kann ich feststellen, ob mein Sohn süchtig ist?

Eines der Kernprobleme der Computerspiel-Suchtforschung besteht darin, dass eine allgemein gültige Begriffsbestimmung und die entsprechenden Auswahlkriterien, die eine klare Abgrenzung zwischen " enthusiastischem " und " süchtig " Spielerverhalten definieren, völlig ausbleiben. Laut den Klassifizierungssystemen ICD-10 und DSM-IV ist "pathologisches Computerspiel" noch nicht abgedeckt. Allerdings macht dieser Sachverhalt die Bedeutung dieses Themas nicht zunichte, insbesondere da auch andere Verhaltensabhängigkeiten hier nicht erörtert werden.

Zur Bestimmung des "pathologischen Computerspielverhaltens" richten sich die Forscher derzeit noch an den Merkmalen des krankhaften Glücksspiels aus. Das Suchtverhalten ist daher unter anderem durch folgende typischen Merkmale gekennzeichnet: Es ist jedoch nicht leicht zu sagen, ob ein Kindskopf von Computerspielen abhängig ist oder nicht. Sind hier einige praktische Tips für Eltern: - Spiele zusammen mit dem Baby und teile die Erlebnisse, die sie im Laufe des Spiels gemacht haben.

Denn nur so können Sie sich ein differenzierteres Bild über das Verhalten Ihres Babys machen. Wir erläutern Ihnen, was Ihr Baby im Spielgeschehen macht, was im Spielgeschehen wichtig ist und machen das auch selbst. Festgelegte Spielzeit und Zeitdauer. Diese sollten so organisiert werden, dass eine Zeitdauer von 1,5 Std. nicht überschreitet und es zwischen den Tagen immer Tage ohne Computerspiele gibt.

Es wäre zum Beispiel verkehrt, 1,5 Std. Computerspiele und 1,5 Std. TV pro Tag zuzulassen. Es ist besser, das Baby seine Zeit am PC und am Fernsehgerät auf 1,5 Std. unabhängig voneinander teilen zu lassen. 2. Geben Sie Ihrem Nachwuchs andere Wege zum Erfolgserlebnis. Das können sein: sportliche Aktivitäten, die nichts mit dem PC zu tun haben.

Achten Sie darauf, dass die Spiele für das jeweilige Kinderalter passen. Bitte beachte die Beschriftung auf der Verpackung des Spiels. Allerdings enthalten sie keine Aussagen über die didaktische Tauglichkeit von Games. Achten Sie darauf, dass Ihr Baby keine Spiele ausprobiert, die es zuvor nicht mit Ihnen erörtert hat, besonders wenn Sie keine Angaben über die Altersfreigabe und den Inhalt des Spiels haben.

Suchterscheinungen dürfen nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Sollten sie nicht mehr wie gewohnt an ihre Kinder herankommen, gibt es heute in vielen Großstädten Suchtberatungszentren, die sich auch mit dem Problem der Medienabhängigkeit beschäftigen und Hilfe und Kontakte bereitstellen.

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