Wie Schnell Lernt ein kind Lesen

So schnell lernt ein Kind lesen

Schneller und flüssiger lesen und schließlich lesen lernen. Sehen Sie sich die Booklet-Einträge an und lesen Sie auch die aktuellen Transkripte des jeweiligen Tages. Und was passiert in Ihrem Kopf, wenn wir lesen? Lassen Sie Ihr Kind mit weniger Aufwand schneller vorankommen. Eine Binsenweisheit: Lesen lernt man nur durch Lesen.

Das lesen unsere Schüler | Max-Planck-Gesellschaft

Das Lesen ist eine Vorbedingung für die Orientierung in unserer heutigen, auf Information basierenden Zeit. Das Lesen ist eine komplizierte und nicht selbstverständliche Erkenntnis. Deshalb benötigen Schulkinder didaktische Hilfe, um die Herausforderung des Erlernens der Schriftsprache zu bewältigen. Dass dies nicht allen Jugendlichen gleichermaßen gut gelingen kann, zeigen die PISA-Studien: Lesen ist der Bereich der schulischen Fähigkeiten, in dem sich vielleicht die grössten Differenzen zwischen den Schüler/innen zeigen und in dem es besonders schwer ist, wirksame Ausbildungs- und Fördermassnahmen umzusetzen.

Liest du schwer? Wieso ist das Lesen so schwer? Die Erwachsenen übersehen oft, dass Lesen alles andere als Selbstverständlichkeit ist. Tatsächlich können die Erwachsenen "nicht lesen". Dies zeigt Menschen Worte in verschiedenen Farbvarianten. Aufgabenstellung der Testpersonen ist es, die Wortfarbe so schnell wie möglich zu nennen.

Wichtig ist jetzt, dass einige der Worte selbst bunt sind. Stehen die beiden Begriffe jedoch im Widerspruch zueinander, d.h. ist z.B. GREEN in roter Schrift angegeben, dann können die Erwachsenen die Bedeutung des Wortes kaum ausblenden. Natürlich lesen wir das Word unbewußt und automatisiert, obwohl dies für die Farbnennung nicht nötig, aber behindernd ist.

Sogar die Erwachsenen mussten den Lesevorgang wörtlich durcharbeiten. Inwiefern wird das deutsche " prüfen " wieder gesprochen? Sind die letzten "e" des französichen Wortes "petite" jetzt stummgeschaltet oder nicht? Täglich werden solche Fragestellungen von Kindern gestellt, die lesen und lesen können! Welche Bücher lesen Sie? Eins ist klar: Wie andere Sachen im Alltag lernt man nur lesen, wenn man es ausführt.

Deshalb ist es notwendig, genau zu untersuchen, welche Information von Kindern beim Lesen aufgenommen wird und wie sie diese aufbereiten. Zunächst ist darauf hinzuweisen, dass sich die Buchsprache, die so genannte Schreibsprache, in vielerlei Hinsichten von der Muttersprache abhebt. Beim Lesen ist der größte Vorteil, dass die schriftliche Ausdrucksweise in einem Buch viel reicher ist als unsere alltägliche Arbeit.

Eine Besonderheit der Sprachen ist, dass die Worte darin sehr ungleichmäßig verteilt sind. Die Textlänge beträgt 449 Worte (bis hierhin). Es wurden jedoch nur 240 verschiedene Worte benutzt. Der gebräuchlichste Begriff ist "ist" (insgesamt 23 mal). Auch " die " (20 mal) und " lesen " (13 mal), das " Würze " (12 mal) und " und " kamen 9 mal vor.

Die 169 Worte ("Englisch", "Farben", "Respekt", etc.) erschienen nur einmal, 26 Worte nur zwei Mal. Dies bedeutet, dass es nur wenige Worte gibt, die sehr oft benutzt werden und sehr viele Worte, die man nur einmal oder zwei Mal findet. Der Quotient aus der Zahl der verschiedenen Worte und der Gesamtanzahl aller Worte in einem Wort ist ein Hinweis auf den "Reichtum" eines Texts.

Das liegt daran, dass er anzeigt, ob ein Wort nur aus bekannten Wörtern oder aus vielen neuen, unbekannten Wörtern besteht. Wie viel lesen sie? Jetzt gibt es nicht nur große Differenzen zwischen den von den Kindern gelesenen Bücher, sondern vor allem, ob sie überhaupt lesen. Doch wie oft und wie lange tun sie das tatsächlich?

Kaum lesen die Schüler in der Primarschule, jedenfalls nicht in der Grundmitte. Das durchschnittliche Lektürebuch für den Unterricht in der dritten Klassenstufe hat etwa 30.000 Worte - etwa so groß wie ein Drei? So wie in den " Tintenherzen " von Kornelia Funke (140.000 Wörter) sind etwa so viele Worte enthalten, wie alle Lehrbücher der ersten bis vierten Jahrgangsstufe zusammen.

Wenn man die Schüler und Jugendlichen befragt, wann und was sie in den vergangenen Tagen außerhalb der Schulzeit gelernt haben, bekommt man im Schnitt etwa fünf Stunden pro Tag. Es gibt jedoch beträchtliche Unterschiede: Einige lesen überhaupt nicht und andere eine ganze Stündchen. Eine Forschergruppe des Max-Planck-Instituts für menschliche Entwicklung hat einen Fragenkatalog erstellt, mit dessen Hilfe festgestellt werden kann, ob es sich bei Kindern um Faulpelze oder eifrige Leser handelt.

Einige fiktive Buchtitel ("Ink Pain", "Harry Potter and the Cave of Doom") wurden jedoch in diese Aufzählung aufgenommen, um zu sehen, ob die Schüler es erraten hatten. Das Ergebnis zeigt, dass es sehr große Differenzen zwischen den beiden Jugendlichen in Bezug auf ihre Buchkenntnisse gibt. Nicht nur, wie oft und wie lange sie ein Werk in die Hände bekommen, sondern auch, wie schnell und fließend sie es lesen.

In der zweiten Klassenstufe benötigen die Schüler etwa eine Stunde für siebzig Worte (d.h. fünf bis sechs durchschnittliche Sätze). Eine erwachsene Person benötigt nur etwa ein Viertel dieser Zeit für die selbe Textmenge. Langfristig ergeben sich daraus erhebliche Unterschiede: Wenn ein Kind im Durchschnitt lange und gut lesen kann, hat es am Ende der sechsten Schulstufe etwa zwei Mio. Worte vorgelesen.

Bei einem Kind, das nahezu gänzlich auf das Lesen verzichtet und ziemlich dickflüssig ist, sind es dagegen nur etwa zehn Prozentpunkte. Zugleich kann ein Kind, das zweimal so viel gelesen hat, in der Primarschule leicht vier bis sechs Mio. Worte lesen. Bei allen exponentiellen Wachstumsvorgängen werden selbst kleine Abweichungen in der Anfangsphase schnell sichtbar.

Wer immer mehr anspruchsvolle BÃ??cher liest, praktiziert diese FÃ?higkeiten immer mehr und wird immer besser. Dementsprechend hat das Forschungsteam auch festgestellt, dass das Leseverhalten eng mit anderen Sprachleistungen von Kindern verbunden ist: Wer viele Jugendbücher kennt, hat einen grösseren Vokabular und kann fliessend lesen. Unglücklicherweise ist jedoch das Gegenteil der Fall: Kindern, die Schwierigkeiten beim Lesen haben, wird es immer wieder vorenthalten.

Auch wenn die Lektüreforschung diese komplizierten Zusammenhänge zwischen dem, was ein Kind liest, und dem, was es tun kann, schon lange beobachtete, ist noch nicht geklärt, was das Beste daran ist. Natürlich besteht die Antwort in einer Kombination verschiedener Massnahmen gleichzeitig: Lehrer in der Ausbildung sind zwar bedeutend, haben aber oft nicht die Zeit, sich im jeweiligen Fall um das Leseverhalten ihrer Studenten zu kuemmern.

Vor allem die schwächsten Teilnehmer, die es immer noch sehr schwer haben, die einfachsten Worte zu entschlüsseln, brauchen gezielte Unterstützung und Praxis, damit sie überhaupt selbstständig weiterlesen können. Anstatt einmal pro Woche zum Lesen zu gehen oder die vorgeschriebenen fünf Minuten zuhause zu lesen, ist es notwendig, das "kognitive Immunsystem" der Kleinen zu kräftigen, damit sie selbstständig mit Bücher und Texte umgehen können (und wollen) - ob in altertümlicher Form auf Papier, als E-Book oder im Intranet.

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